Oldenburg Beim Mühlentag am Pfingstmontag wollte auch Monique Fokken von der Oldenburger Mühle an der Gerhard-Stalling-Straße wieder mit einem Kunsthandwerkermarkt dabei sein. „Da müssen wir einfach mitmachen – auch um die Nutzung historischer Mühlen als Zeugen unserer Jahrtausende alten Technikgeschichte zu präsentieren“, sagte die Restaurantleiterin. So konnten sonst nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Bereiche des erst im Jahr 2002 nach historischen Plänen neu gebauten Galerieholländers besichtigt werden.

Im Inneren und draußen zeigten die Kunsthandwerker ihre Arbeiten. Wertvolle Holzschnitzereien, meisterhaft gefertigter Schmuck, kunstvolle Lampenschirme, handgefertigte Textilien und Papierarbeiten feinster Art. Theresia Grau organisiert seit rund zehn Jahren den Kunsthandwerkermarkt. „Im Ambiente der historischen Mühle kommt der Wert der einzelnen Teile der 30 Aussteller so richtig zur Geltung“, meinte Grau. „Einige Aussteller kommen von weit her, zum Beispiel aus Hildesheim und Osnabrück“, erzählte die Organisatorin. Zu den Ausstellern gehörte Gerold Heuer aus Wahnbek, der sich ganz auf Engel aus Metall spezialisiert hat. Ein persönliches Erlebnis hatte ihn zu diesem Thema geführt. Von 20 Zentimetern bis über zwei Meter sind seine Engel groß. Sein Glanzstück an diesem Tag ist eine Wetterfahne: ein riesiger Engelkopf aus Metall, dessen Haar waagerecht im Wind steht.

Irma Gebauer aus Osnabrück war zum ersten Mal dabei. „Ich bin ganz begeistert“, schwärmte sie. Sie verkaufte selbstgeschneiderte Kindersachen. Vom Lätzchen über Mützen bis zum Kleid lag alles dekorativ auf ihrem Tisch.

Ulrich Fuhrmann wohnt ganz in der Nähe und wollte „mal gucken“, wie er sagte. „Meine Frau und meine Kinder sind kreativ und holen sich gerne Anregungen“, so Fuhrmann. Harry Behrend aus Ofenerdiek geht jeden Tag in Rastede schwimmen. Für eine Mitschwimmerin hat er mit seiner Frau Ursula eine handgefertigte kunstvolle Grußkarte zur Goldenen Hochzeit ausgesucht. Gekauft hat er die Karte bei Ilse Lühken. Sie fotografiert Landschaften, Blumen und auch mal ein Kreuz für eine Trauerkarte. „Für jeden Anlass ist etwas dabei“, sagte die Hobbykünstlerin.

Die Aussteller waren sehr zufrieden mit der Resonanz. „Ein gutes Verhältnis zwischen Standgebühr und Umsatz“, hat Gerold Heuer festgestellt. Gut besucht war die Hobbyschau auf jeden Fall. Am frühen Nachmittag waren Parkplätze nur in einigen hundert Metern Entfernung zu finden. Von den Massen an Fahrrädern ganz abgesehen.

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