Haareneschviertel Es wurde gegessen, gelacht und vor allem getanzt: Am Mittwoch veranstaltete der Oldenburger Turnerbund (OTB) bereits zum 45. Mal eine Orientalische Nacht mit Bauchtanz für Frauen. „Als sie das erste Mal stattfand, gab es nichts Vergleichbares in Oldenburg“, erklärt Antje Neumann, die die zweimal jährlich stattfindende Orientalische Nacht zum vierten Mal organisierte. „Die Idee dahinter ist, dass Frauen, die das gleiche Hobby teilen, Kontakte knüpfen können“, erläutert sie. „Natürlich ist es aber auch schön, wenn man neue Gesichter dafür gewinnen kann.“ Viele der Teilnehmerinnen kämen vor allem, weil sie Bauchtanz schon immer einmal ausprobieren wollten.

Vor der Begrüßung durch Antje Neumann konnten die Frauen bereits in der Halle an der Haareneschstraße auf einem kleinen Basar stöbern. Dort boten Läden aus Oldenburg und umzu Tanzkleidung, Schleier, Schmuck, Fächer und anderes Zubehör an. Als „Eintritt“ steuerten alle Frauen etwas zum Buffet bei, das noch vor Beginn des Tanzes eröffnet wurde. „Alle geben sich sehr viel Mühe mit dem Essen. Es werden sogar extra orientalische Gerichte zubereitet“, freut sich Neumann.

Nach der Stärkung gibt es jedes Mal eine kleine Tanzshow, gelegentlich auch mit Gästen von außerhalb. Diesmal zeigten jedoch ausschließlich OTB-Mitglieder ihr Können im mit Tüchern und Lichterketten dekorierten Saal. Den Anfang machten Sina Christin Scholz, Katja Ledebuhr und Olga Schwarzkopf, die gemeinsam eine Improvisation tanzten, den „tribal style“. „Dabei gibt es keine Choreographie“, erklärt Scholz. „Es ist eine durch Körpersprache aufeinander abgestimmte Improvisation, mit internationalen Grundvokabeln.“ Die Tänzerinnen verständigen sich dabei durch bekannte Codes. Dadurch entsteht der Eindruck, sie hätten eine Choreographie einstudiert. Als nächstes präsentierte Annette Lenz, die schon seit fast 30 Jahren orientalisch tanzt, ein Solo zu einem klassischen ägyptischen Lied. Zum Abschluss trat erneut Olga Schwarzkopf auf, dieses Mal allein.

Nach der Show wurde die Tanzfläche mit klassischer und moderner orientalischer Musik für alle eröffnet. „Es muss aber nicht orientalisch getanzt werden, man kann auch normal tanzen“, sagt Antje Neumann. „Hauptsache, alle haben Spaß!“ Den hatte auch Gudrun Schwartze, die bereits seit 20 Jahren regelmäßig die Orientalische Nacht besucht. „Es ist immer nett und ungezwungen“, freut sie sich. Das Tolle am Bauchtanz sei, dass man seine eigenen Gefühle und Stimmungen ohne Partner tänzerisch ausleben kann. Auch Antje Neumann betont, dass man durch Bauchtanz ein gutes Gefühl für den eigenen Körper entwickeln kann: „Junge Frauen sagen oft, dass es ihr Selbstbewusstsein stärkt.“

Der OTB bietet regelmäßige Bauchtanzkurse an. Dabei sind die Tänzerinnen zwischen 20 und 70 Jahre alt. Die nächste Orientalische Nacht findet im November statt.


Mehr Infos unter   www.oldenburger-turnerbund.de/otb/abteilungen/orientalischer-tanz// 
Jana Budde Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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