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Oldenburg Der ukrainische Dichter Nikolai Gogol (1809-1852) und Marc Becker, Regisseur und Hausautor am Oldenburgischen Staatstheater, trennen, zeitlich gesehen, zwei Jahrhunderte. Was sie aber miteinander verbindet, ist ihr skurriler Humor, mit dem sie gesellschaftliche Dekadenz gerne grotesk veralbern. So ist es nur logisch, dass der gebürtige Bremer Marc Becker die Komödie von Gogol auf die Bühne des Kleinen Hauses bringt und das Stück jetzt Premiere feiert.

Was in einem russischen Provinzstädtchen passiert, wenn sich ein Revisor (Eike Jon Ahrens) samt Geleit (Vincent Doddema) aus Petersburg ankündigen, um mögliche Korruption aufzudecken, „ist schnell vorhersehbar“, sagt Dramaturgin Lene Grösch und lacht: „Natürlich kommt für die Stadtelite nur Bestechung in Frage!“

Besonders ins Zeug legt sich Bürgermeister Anton Antonowitsch (Gilbert Mieroph), der den vermeintlichen Revisor Iwan Alexandrowitsch Chlestakow – in Wahrheit nur ein kleiner Beamter – mit Annehmlichkeiten überschüttet. Inklusive weiblicher Verführung durch seine Frau Anna Andrejewna (Eva Pichler) und Tochter Marja Antonowna (Sarah Bauerett). „Es ist ein großer Spaß, zuzusehen, wie sich die Gesellschaft ad absurdum führt“, sagt die Dramaturgin über den „Revisor“, der 1836 in Petersburg uraufgeführt wurde.

Harm Naaijer hat für das Kleine Haus eine Bühne entworfen, die Lene Grösch als „Paradiesgarten mit übergroßen Tierskulpturen“ beschreibt.

Witzige Überraschungen warteten hier wie zum Beispiel ein Känguru: „Wenn man seine Nase drückt, dann hüpfen alle.“ Komisch, grotesk und überzeichnet seien auch die Kostüme, die Alin Pilan entworfen hat, verrät sie: „Tolle Kleider, auf die man sich freuen kann, mit historischen Zitaten und der Ästhetik von Opern.“

Regisseur Marc Becker setzt die Komödie in 90 atemlosen Minuten und ohne Pause in Szene. Zu den weiteren Mitwirkenden zählen Klaas Schramm, Bernhard Hackmann und Hannah Franck.


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