Oldenburg Mit Musik fällt Vieles leichter. Das gilt auch für menschliche Begegnungen und Integration. Daran halten sich seit 15 Jahren auch die Mitglieder des Türkischen Musikkonservatoriums in Oldenburg. An diesem Sonntag (16. November) leistet der Kulturverein zudem seinen Beitrag bei der Kinder- und Jugendbuchmesse.

„Das Motto ,Kibum trifft Türkei’ kommt uns wie gerufen“, sagt Vorstandsmitglied Arzu Acar, Tochter des Vorsitzenden und Gründers Irfan Karacan. Auf dem Kibum-Konzert erzählen die jungen Musiker gemeinsam mit Schülern der städtischen Musikschule die Geschichte „Besuch vom kleinen Wolf“. Der Auftritt, der bereits ausgebucht ist, umfasst Gesang, Instrumente und eine zweisprachige Lesung.

Mit Trommeln, Gitarre und Flöten versammeln sich die Musiker in der Aula der Paul-Maar-Schule, dem Probenraum des Konservatoriums. Mitten drin sitzt Hasret Basgürboga mit einem gitarrenähnlichen Instrument. „Ich spiele die Baglama, eine türkische Laute“, erzählt der 17-Jährige: „Der Kulturverein bietet mir die Möglichkeit, mit Landsleuten Musik zu machen und die türkische Kultur zu pflegen.“ Genau darum geht es dem Konservatorium bereits seit 15 Jahren. „Es wirken oft ganze Familien mit, wobei jeder die Aufgaben übernimmt, die er am besten kann“, sagt Karacan.

Von den rund 50 Mitgliedern, darunter auch Kurden und Deutsche, kommen viele aus dem Umland nach Oldenburg, um gemeinsam sonnabends zu proben. „Wir wollen uns nicht abgrenzen, sondern sind offen für alle, die Interesse an Musik haben“, betont Arzu Acar. Mutig wagt sich die Gruppe auch an musikalische Experimente und kombiniert Jazz oder Klassik mit türkischen Elementen. Zudem organisiert der Verein regelmäßig Veranstaltungen mit türkischen Dichtern und Schriftstellern, Musikern und anderen Künstlern.

Großen Wert legt der Vorstand darauf, dass im Konservatorium ausgebildete Musiklehrer unterrichten. Sie bieten zum Beispiel Gesangs-, Geigen- oder Gitarrenkurse an. Auch Harmonielehre steht auf dem Übungsplan. Allerdings fehlen dem Kulturverein noch eigene Proberäume. Ebenfalls bestehe Bedarf an weiteren Musiklehrern, heißt es.

Dem Kibum-Auftritt sehen vor allem die Mädchen und Jungen begeistert entgegen. „Es ist eine interessante Zusammenarbeit aus der Reihe ,Kinder spielen für Kinder’“, lobt Rita Meiners, Fachbereichsleiterin Elementar der städtischen Musikschule, die Kooperation.

Wer den Auftritt auf der Kibum verpasst, hat noch die Chance auf das Jahresabschlusskonzert des Konservatoriums. Das findet am 21. Dezember (Uhrzeit noch offen) im PFL statt.

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