Oldenburg Kirche kann richtig Krach machen. Um sich Gehör zu verschaffen, hat sie diverse Möglichkeiten. So feierte die evangelische Kirchengemeinde Oldenburg am Sonntag ein lebhaftes Gemeindefest rund um die Lambertikirche. Zwei Tage zuvor hatten dort die Glocken geläutet, um mit einer vom Kölner Dom ausgehenden Solidaritätsaktion symbolisch auf das schwere Los der Flüchtlinge aufmerksam zu machen.

„Was bedeutet Kirche für die Stadt“ – Mit dieser Frage konfrontierte Moderator und NWZ -Redakteur Jürgen Westerhoff die Teilnehmer der Podiumsdiskussion. „Unsere Kirche ist in der gesamten Stadt präsent. Wir sorgen für den Gottesdienst und den Dienst am Menschen“, antwortete Gemeindepfarrer Ralph Hennings.

Der Gastgeber wies aber zugleich auf die Probleme hin: „Oldenburg wächst, doch die Zahl der Gemeindemitglieder nimmt ab.“ Derweil betonte Stadtbaurätin Gabriele Nießen die Gemeinsamkeiten von Kirche und Kommune: „Wir arbeiten Hand in Hand bei der Unterbringung von Flüchtlingen und müssen für die Menschen wohnortnah eine Anlaufstelle bieten.“

Darauf ging auch Doris Vogel-Grunwald von der Diakonie ein. „Wichtig ist, dass wir mit den Menschen ins Gespräch kommen und auf ihre Sorgen und Nöte hören“, sagte die Leiterin der Oldenburger Bahnhofsmission. „Kirche ist nicht marktschreierisch unterwegs, sondern macht durch gute Arbeit auf sich aufmerksam“, lobte Patrick Miedtank, Vorsitzender des Oldenburger Handels- und Gewerbevereins.

Schließlich waren sich die Teilnehmer weitgehend einig, dass Kirche auf sich aufmerksam machen muss, um bei den Menschen anzukommen. Das gelang zumindest beim Gemeindefest, das mit einem gemeinsamen Gottesdienst begann und mit zahlreichen Aktionen fortgesetzt wurde. Bläsermusik, ein Rudelsingen mit Christian Arndt sowie ein Kinderkonzert – „Die Orgel und die kleine Kirchenmaus“ – mit Elfi Hoppe und Tobias Götting rundeten das Programm ab. So war die Kirche am Sonntag mal still, mal lebhaft und fand Gehör.

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