OFENERDIEK An der Weißenmoorstraße im Stadtteil Ofenerdiek ist erneut ein Kirchenbau verkauft worden: Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ofenerdiek hat sich von der alten Christus-Kapelle getrennt. Das bestätigte Gemeindekirchenrats-Vorsitzende Ute Kohring am Freitag. Zum Verkaufspreis machte sie keine Angaben. Anfang 2006 war bereits die katholische St.Paulus-Kirche (gegenüber der Christuskapelle) verkauft und in das Kulturzentrum Ofenerdiek umgewandelt worden.

Die 1949 eingeweihte Christuskapelle diente der Gemeinde 14 Jahre lang als Sakralraum. Mit der Fertigstellung der Thomas-Kirche wurde das Gebäude ab 1963 für andere Zwecke genutzt. Die mehrfach baulich veränderte Kapelle diente zuletzt als Mehrzweckraum für die Aktivitäten der Gemeinde und von Gästen. Das Pfarrhaus im vorderen Teil wurde zum Kirchenbüro umgebaut.

Reagieren musste die Gemeinde eigenen Angaben zufolge, als der Trägerverein des Missionarischen Zentrums als Mieter den Übernachtungsbetrieb im Gebäude, Langenweg 165, einstellte und den Mietvertrag mit der Kirchengemeinde kündigte. „Wir haben Konzepte entwickelt und Architektengutachten zu beiden Gebäude eingeholt. Letztlich fiel die Entscheidung, die Kapelle zu verkaufen, weil sie in einem hohen Ausmaß sanierungsbedürftig ist“, erklärte Ute Kohring. Wegen der hohen Kosten habe auch keiner der Kaufinteressenten die Kapelle, die nicht unter Denkmalschutz steht, erhalten wollen. Den Zuschlag erhielt laut Kohring eine Immobilienfirma. Nach dem Abriss sei geplant, ein Konzept für Betreutes Wohnen für Senioren auf dem Grundstück zu verwirklichen. Das Kirchenbüro ist inzwischen an den Langenweg 165 umgezogen.

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Der Kirchenrat der Kirchengemeinde Ohmstede, zu der Ofenerdiek damals gehörte, erwirbt das Tischlereigebäude Weißenmoorstraße 292 vom Ehepaar Claßen. Das Gebäude bildet mit dem benachbarten Haus 290 (heute Waringer und Müller) ein kleines Ensemble im Ortskern Ofenerdieks.Bei einem Bombenabwurf wird das Gebäude zerstört. Nach der Währungsreform 1948 beginnt der Wiederaufbau.

Oberkirchenrat Osterloh weiht die auf 120 Plätze erweiterte Christuskapelle ein.

Das Vorderhaus wird 1951 für die Familie von Pastor Dreilich zum Pfarrhaus umgebaut. Schon bald entsteht der Plan, eine Kirche zu bauen. Die Kapelle reicht nicht mehr aus, da die Bevölkerung im Stadtteil weiter wächst.

Am 16. Mai wird der Grundstein für die Thomas-Kirche an der Ecke Am Alexanderhaus/Am Stadtrand.

Am 9. Juni wird die Thomas-Kirche eingeweiht.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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