Oldenburg Die Preiverleihung des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises 2015 stand am Montagabend ganz im Zeichen der Jugend. Die drei Nachwuchsautoren Juliette Favre, Florian Wacker und Mehrnousch Zaeri-Esfahani waren zur Übergabe der begehrten Auszeichnung erschienen, die junge Oldenburger Band „Mad Max“ umrahmte dabei das Programm mit ihrer Musik.

Seit 1977 werden mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis literarische und künstlerische Leistungen von jungen Talenten im Rahmen der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) gewürdigt. Mit dem Preis habe sich mittlerweile ein Gütesiegel etabliert, auf das man stolz sein könne und zudem würden Anreize für Verleger geschaffen, erklärte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Lesen ist der Zugang zur Bildung, und Bildung ist der Schlüssel zu allem.“

Die Jury hatte in diesem Jahr drei Bücher aus insgesamt 244 Einsendungen ausgewählt. „Wir wollten literarische Texte entdecken, und das ist uns gelungen. Unser einziges Leid ist, dass wir uns für ein Buch entscheiden mussten“, sagte Juror Robert Elstner am Abend der Preisverleihung. Ein Text stach der Jury zufolge jedoch ein wenig hervor. Vor Bekanntgabe des diesjährigen Siegers wurden die Autoren mit ihren Büchern noch einmal dem Publikum vorgestellt. Juliette Favre hat ihren Roman „Fuckfish“ im Alter von 14 Jahren geschrieben. Nun ist sie 16, das Buch ist ihr aber immer noch sehr nahe. „Es ist ein wütendes Buch, aber ich war mit 14 auch einfach wütend. Insbesondere sprachlich habe ich aber auch gern überzeichnet“, sagte die junge Autorin Favre.

Mehrnousch Zaeri-Esfahani hat in ihrem Roman auch persönliche Erfahrungen von ihrer Flucht aus dem Iran nach Deutschland eingebracht. Das schwierige Thema einer Flucht sei in „Das Mondmädchen“ kindgerecht veranschaulicht worden, die Illustrationen hat der Bruder von Mehrnousch Zaeri-Esfahani gezeichnet.

In diesem Jahr, dem Jahr der 33. Preisverleihung, wurde Florian Wacker für seinen „Coming-of-Age-Roman“ „Dahlenberger“ ausgezeichnet (NWZ  berichtete). Der Applaus des Publikums für Florin Wacker hielt lange an.

Der Künstler Erwin Grosche, der unter anderem als Schauspieler und Autor tätig ist, hielt am Abend eine Laudatio zu Ehren Wackers. Wacker habe mit „Dahlenberger“ ein Buch geschrieben, dass viele Sehnsüchte wecke und vom wirklichen Verstehen der Kinderseelen zeuge. Mit gefühlvollen, aber kitschfreien Sätzen würde ein wunderbarer Sommer beschrieben, in dem Freunde den perfekten doppelten Salto vom 1-Meter-Brett versuchten. „Ich überlege, ob ich nicht auch wieder ins Freibad gehe, um mir das Getümmel auf den Sprungbrettern anzusehen“, sagt Grosche und fügt am Ende seiner Rede hinzu: „Ich gratuliere Ihnen zum Oldenburger Kinder- und Jugendpreis 2015, den haben Sie verdient!“

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