Jeddeloh Ii Die Entscheidung ist getroffen: „So schade wie es ist: Wir werden in diesem Jahr nicht auftreten“, teilte Bärbel Hillje ihrer Gruppe, der plattdeutschen Theatergruppe „De Kanaal Komödianten“ aus Jeddeloh II, auf einem Treffen das Ergebnis mit. Die Zusammenkunft wurde eigens einberufen, um die anstehende Spielsaison zu besprechen.

Anfang des Jahres suchte Bärbel Hillje, seit dem Vorjahr Leiterin der Spielgruppe, einen Dreiakter aus, der am 6. November seine Premiere hätte feiern sollen. „Dree Damen un een doter Kater“, geschrieben von Erich Koch, ins Plattdeutsche übersetzt von Heino Buerhoop, heißt das Stück, mit dem das Publikum hätte unterhalten werden sollen.

„Zu den ersten Gesprächen hatte sich unsere Gruppe im Mai getroffen. Das Theaterstück, in dem es zehn Rollen gibt, wurde gelesen, mit den Proben im Juli begonnen“, führte Theo Vehndel aus, seit vielen Jahren Mitspieler in dem Ensemble. „Natürlich mit dem gebotenen Abstand“, wie er hinzufügte. Dass jetzt die Entscheidung getroffen wurde, die Spielsaison ganz zu streichen, macht nicht nur ihn traurig: „Natürlich ist es sehr schade – und wir bedauern das auch, aber in der derzeitigen Situation ist nichts anderes möglich.“

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Die regelmäßigen Proben bis in den Oktober hinein führten zumindest dazu, dass das Vereinsleben nicht zum Erliegen kam. „Uns war es wichtig, uns zu treffen, auch wenn die Atmosphäre eine andere war. Wir wollten nicht komplett ein Jahr aussetzen“, sagt Bärbel Hillje. Der Austausch, das Reden und das Zusammensein kann in solchen Krisen helfen, ist sich die Erzieherin sicher.

Ihre Premiere als Mitspielerin der „Kanaal Komödianten“ hätte jetzt Petra Memenga feiern sollen. Interesse hatte sie bereits vor zwei Jahren gehabt. Im Sommer wurde sie gefragt, ob sie Lust habe, mitzuspielen, wobei sie sofort zusagte. Ihre Rolle kann sie jetzt auswendig: „Natürlich bin ich auch traurig, dass es in diesem Jahr nicht klappt. Alle haben sich in den letzten Monaten die Arbeit gemacht, ein Stück auf die Beine zu stellen.“ Ganz ohne plattdeutsche Bühnenerfahrung ist sie nicht. „Früher habe ich in Wallinghausen – bei Aurich – mitgespielt. Das ostfriesische Platt ist aber etwas anders als das hier im Ammerland“, konnte sie feststellen.

Die vielen bisherigen Proben sollen nicht umsonst gewesen sein. „Wir werden im nächsten Herbst, so es dann die Situation zulässt, diesen Dreiakter aufführen“, erzählte Bärbel Hillje.

Seit 1986, so lange bestehen bereits die „Kanaal Komödianten“, ist es erst das dritte Mal, dass eine Spielsaison abgesagt werden musste, die beiden ersten Male krankheitsbedingt.

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