Oldenburg Wie nennt man eigentlich Menschen, die rund sechs Jahrzehnte Lebenserfahrung auf dem Buckel haben und – mit zunehmender Prognose – noch ein Drittel ihres Lebens vor sich? In „Sülver Single“, der nächsten Premiere im Niederdeutschen Schauspiel des Staatstheaters, werden die über 60-Jährigen liebevoll als Menschen in der nachberuflichen Lebensphase bezeichnet.

Elf von ihnen belegen in „Sülver Single“ einen Flirtkurs in der Volkshochschule. „Sie stellen einen Querschnitt verschiedener Typen dar“, sagt Regisseurin Maria-Elena Hackbarth über die Gruppe. „Was sie verbindet, ist ihr Alter und ihr Wunsch nach einer neuen Liebe. Sie haben Träume und Sehnsüchte genau wie jüngere Menschen auch.“

Mit viel Wärme porträtiert die Komödie von Autor Lutz Hübner die Generation der 60+. Michael Wempner übersetzte „Blütenträume“ ins Niederdeutsche. Das Ensemble der August-Hinrichs-Bühne (AHB) passte den Text ans Oldenburger Platt an.

Fast alle mitwirkenden Schauspieler und Musiker gehören der AHB an. „Es hat mich unglaublich berührt, wie viel Lebens- und Theatererfahrung wir hier auf der Bühne versammeln“, sagt Maria-Elena Hackbarth über das Ensemble: „Die älteste Mitwirkende ist 84 Jahre alt.“

Zur jüngeren Generation zählen in der Komödie nur zwei: Zum einen Julia (Manuela Simon), deren Flirtkurs 40+ nicht zustande gekommen ist. Zum anderen Kursleiter Jan (Sven Brormann), der ziemlich schnell von den Teilnehmern gefeuert wird, weil er ihnen so neumodische Methoden wie „Speeddating“, also ein Flirt im Eiltempo, beizubringen versucht.

Die „Generation Gold“ hat eben ihre ganz eigenen Vorstellungen. Ruhestand kann da schon mal ziemlich laut klingen, wenn die RentnerCombo „The Blind Dates“ die Stimmung aufheizt. Herwig Dust, Leiter der AHB, sowie Peter Gloystein, Charlie Ahlers, Thomas Hellmold, Hajo Kahlen und Uwe Dieckmann rocken das Kleine Haus im zweiten Teil des rund zweistündigen Abends. Zu den weiteren Mitwirkenden zählen Margrit Backhus, Erika Warncke, Helge Ihnen, Norbert Pfeiffer, Waltraut Bredfeldt, Hildburg Schreyer, Günter Mües, Inge Stiewe, Hein-Dieter Grein und Walter Julius. Die musikalische Leitung hat Christian Kuzio inne.

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