Oldenburg Das Oldenburger Filmfest zählt zu den „25 coolsten Filmfestivals der Welt“. Das findet zumindest das Fachblatt „Moviemaker Magazine“, das mehr als 4000 Festivals unter die Lupe genommen und Oldenburg neben der Berlinale jetzt als einziges deutsches Kino-Spektakel auserwählt hat. Das berichtete am Montagabend ein stolzer Festival-Chef Torsten Neumann bei der Filmfest-„Preview“ in der Oldenburgischen Landesbank.

Mehr als 200 Gäste ließen sich von ihm die Höhepunkte der 22. Auflage vorstellen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Denis Krick, Leiter der Online-Redaktion der NWZ und bekennender Cineast. Zehn Filmvorschauen machten Appetit auf ein prall gefülltes Programm, das vom 16. bis 20. September an acht Spielorten über die Leinwände flimmert. 40 abendfüllende Produktionen und zwölf Kurzfilme werden gezeigt – darunter sind zehn Welturaufführungen, zehn Europa-Premieren und 16 Streifen, die zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein werden.

Eröffnet wird der Reigen am Mittwoch, 16. September, um 19 Uhr in der kleinen EWE-Arena mit dem österreichischen Film „Jack“, ein packendes Psychogramm des Frauenmörders Jack Unterweger. Die Hauptrollen spielen Johannes Krisch und Corinna Harfouch. Festival-Direktor Neumann freut sich besonders auf „Tangerine“ von Sean Baker, der erste nur mit einem iPhone gedrehte Streifen. Für Neumann ist das der „heißeste Film des Jahres“.

Ehrengäste sind in diesem Jahr der US-amerikanische Regisseur George Armitage und die Schauspielerin Joanna Cassidy, die während der Filmfest-Gala am Freitag, 18. September, (21 Uhr, EWE-Forum Alte Fleiwa) besonders ausgezeichnet werden. Armitage (73) hat schon seit den 1960er-Jahren Filme gemacht und mit Hollywood-Stars wie Kris Kristofferson, Owen Wilson oder Morgan Freeman gearbeitet. Er will an allen fünf Tagen in Oldenburg dabei sein. Joanna Cassidy (70) blickt auf knapp 50 erfolgreiche Jahre im Showgeschäft zurück, in denen sie zur festen Schauspielgröße wurde. Als Premiere wird sie mit Regisseur Dennis Hauck den Thriller „Too Late“ in Oldenburg präsentieren. Daneben wird das Festival sie mit einem sogenannten Tribute ehren. In diesem Rahmen werden unter anderem die Filme „Blade Runner“ und „Roger Rabbit“ von ihr vorgestellt.

Zu den weiteren Gästen, die von Neumann angekündigt wurden, zählen die Schauspielerin Nadeshda Brennicke, die mit Regisseur Dito Tsintsadze ihren neuen Film „God of Happiness“ zeigen wird, und Tatort-Regisseur Thomas Stiller. Der Grimme-Preisträger präsentiert sein neues Projekt: die Krimi-Drama-Serie „Gottlos“, die auf realen Ereignissen basiert und erzählt, wie Täter und Opfer im Sog eines Konflikts auf das Verbrechen zusteuern. Die Serie soll im Winter auf RTL 2 laufen. In Oldenburg werden die ersten drei Episoden gezeigt. Mit dabei sein wollen die Schauspieler Matthias Koeberlin, Jule Ronstedt und Ralph Herforth.

„Gottlos“ wird ebenso wie die Mordsgeschichte „Jack“ auch in der JVA gezeigt. Die Kino-Knast-Kooperation war übrigens einer der Gründe für Oldenburgs Einstufung als „coolstes“ Filmfestival.


Eine Übersicht mit allen Filmen unter   www.nwzonline.de/trailer-vorschau 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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