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BLOHERFELDE Die Ideen sprudelten, Stück für Stück arbeiteten sie sich mit Feuereifer in das Thema ein und erledigten hochkonzentriert ihre Aufgaben. Nein, es war keine Klassenarbeit, die die Grundschüler aus Bloherfelde am Dienstag bewältigen mussten – für die Klasse 4c stand das Thema Hörspiel auf dem Stundenplan. Im Rahmen des Vorab-Programms der 35. Kinder- und Jugendbuchmesse Kibum war der renommierte ostdeutsche Kinderbuchautor Albert Wendt bereits jetzt in Oldenburg, um mit den Schülern ein Hörspiel zu kreieren, das zur Kibum seine Uraufführung erleben wird.

Großes Engagement

„Er hat die Klasse richtig gut im Griff“, staunte Klassenlehrerin Anja Vogt. „Man muss konzentriert sein und ernst bleiben“, erklärte die neunjährige Femke, die mit ihren Mitschülern mit großem Engagement dabei war. „Das ist echt cool“, war auch Ramy (10) stolz darauf, an dem Projekt mitzuwirken.

„Wir haben viele Ideen gesammelt“, erzählt Wiebke (8). Und Wendt war begeistert von der „Offenheit, Ausdauer und Kreativität“ seiner Mitarbeiter. Am Dienstag erarbeitete der 61-jährige Autor mit der Klasse die Grundlagen für das Hörspiel mit dem Titel „Der Garten der verwunschenen Töne“, in dem zwei Kinder in einen Garten kommen, der von einer Mauer umgeben ist. Ein Schwerpunkt der unter dem Titel „Checkpoint Kibum“ stehenden Messe, die am 7. November, zwei Tage vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, startet, ist dieser bedeutende Wendepunkt deutscher Geschichte.

In dem Workshop entstanden erste Sprechproben und Aufnahmen mit dem Autor. In den Wochen bis zur Kibum bekommen die Schüler einen zweiten Profi an ihre Seite gestellt – Medienkünstler Christian Gude, der mit ihnen das Hörstück fertigstellen wird.

Die Kinder selbst präsentieren am Sonntag, 8. November, gemeinsam mit Wendt ihr Hörstück und machen es hör- und erlebbar. „Eine Hörinsel garantiert Hörgenuss fernab des Messetrubels für die komplette Dauer der Kibum“, so Regina Peters, Projektleiterin der Messe.

„Quietschlebendig“

„Ich war sofort begeistert, als ich gefragt wurde, ob ich das Projekt übernehme“, erzählt Wendt, der unter anderem für „Adrian und Lavendel“ noch 1990 den DDR-Kinderhörspielpreis und aktuell für sein Kinderbuch „Bettis Kettenhemd“ den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2009 erhalten hat. In Oldenburg hat er auch bereits mit dem Staatstheater und dem Theater Wrede zusammengearbeitet. „Kinderstimmen sind quietschlebendig“, so Wendt, verheiratet und Vater von fünf Söhnen: „Es ist ein Genuss, wenn Kinder ins Mikrophon flüstern, grunzen und zwitschern.“

Informationen, Bilder und Videos von der Kibum - der Kinderbuchmesse in Oldenburg

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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