OLDENBURG „You lift me higher and higher. You’re my one and only desire. You put a new song in my mouth...“ – Mehrere hundert Jugendliche mischten diese Woche täglich mit diesem Lied die Fußgängerpassage auf. Es ist Gott, der sie höher trägt, den sie begehren und der ihnen ein neues Lied in den Mund legt – so die Übersetzung des englischen Textes.

Das Teen-Street-Festival bietet den Teilnehmern nicht nur viele Workshops und Seminare direkt auf dem Weser-Ems-Gelände. Die Jugendlichen sollen ihren Glauben außerhalb der Hallen in die Welt tragen. Entweder können sie sich ohne Vorgaben frei in Oldenburg umschauen oder am Workshop „Outreach“ teilnehmen. Übersetzt bedeutet es so viel wie „freundlicher Kontakt“, das heißt: Teilnehmer ziehen in kleinen Gruppen in die Stadt und erzählen Menschen von ihrem Glauben, Erlebnissen mit Gott und dem Leben, welches man ihrer Erfahrung nach im Vertrauen auf Jesus führen kann.

Die Botschaften werden vielseitig weitergegeben: Manche blasen Luftballons für Kinder auf, andere tragen Schilder mit der Aufschrift „Freie Umarmung“ oder „Dieses Lächeln schenke ich dir!“.

Für Jugendpastor Daniel Nguyen, der als einziger Oldenburger bei Teen Street hilft, ist das persönliche Engagement der Jugendlichen etwas ganz Besonderes: „Sie kaufen sogar von ihrem eigenen Geld Postkarten mit Briefmarken und verschenken diese unbeschrieben an Fremde, um ihnen die Chance zu geben, sich bei alten Freunden oder Verwandten mal wieder zu melden.“ Das sei ein toller Weg zur Nächstenliebe, sagt er. Ähnliche Begeisterung findet sich auch unter den Oldenburgern. „Man ist quasi umgeben von Leuten aus ganz Europa. Die vollen Straßen stören aber nicht, sondern sorgen für gute Laune“, meint die 19-jährige Svenja Lammers. Für Katharina Meier zu Farwig, die selber in der Katholischen Jugend aktiv ist, ist es eine willkommene Abwechslung. „So lebt die Innenstadt ganz neu auf. Wohin ich schaue, blicke ich in strahlende Gesichter“, sagt sie.

Anfänglich seien viele Leute skeptisch, schließlich handele es sich um eine sehr persönliche Sache, da sei es manchmal schwer, sich zu öffnen, sagt Teen Street-Teilnehmer Dominik Slawicek. Nach dem Gespräch seien jedoch viele entspannt und dankbar für die Erfahrung. Somit sollte „Outreach“ seiner Meinung nach keine einmalige Aktion bleiben, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung werden, die von kulturellem Austausch und Perspektivenvielfalt gekennzeichnet ist.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.