Bümmerstede Ja, ja, der Chianti-Wein: Dieses Lied haben „Die Pfiffigen Sieben“ in Italien nicht nur gesungen, der Chianti wurde dort auch gern getrunken. Zu ihrem 20-jährigen Bestehen hat sich die Oldenburger Frauen-Combo nämlich eine Reise nach Verona gegönnt. Eine Aufritt in der legendären Arena dort gab es zwar nicht. Aufgefallen sind die sieben sangesfreudigen Damen in Italien aber auch – und das allein schon, wenn sie in ihrer weiß-rosa Club-Kleidung unterwegs waren.

Seit 20 Jahren gibt Uschi Völge mit ihrem Akkordeon den Ton in der Truppe an. Zusammen mit Kolleginnen aus der Apotheken-Verrechnungsstelle wagte sie den Einstieg ins Show-Business, nachdem ein erster Auftritt auf einer Betriebsfeier so gut angekommen war. Vier Frauen von der ursprünglichen Formation sind heute noch mit dabei. Neben Uschi Völge bestehen die „Pfiffigen Sieben“ aus Giesela Gerdes, Gisela Janssen, Ingrid Loschen, Ulla Wiechmann, Christa Absolon und Hanna Schütte.

Auftakt auf der Weide

An diesem Mittwoch tritt die Combo dort auf, wo für sie eigentlich so alles richtig begann: bei „Fokkis Weidenfest“, zu dem seit 30 Jahren Helmut Fokkena, Vorsitzender der Ortsgruppe Oldenburg der Stiftung Bahn-Sozialwerk, auf seine Weide in Bümmerstede einlädt. Viel Prominenz aus Politik, Verwaltung, Show und Sport ist jedes Mal unter den Gästen. Diesmal hat sich zum Beispiel Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies angekündigt.

Ein buntes Musikprogramm, moderiert von dem Oldenburger Frank-Sinatra-Interpreten Jens Sörensen, wird geboten. Und da fehlen selbstverständlich auch nicht „Die Pfiffigen Sieben“.

„Helmut Fokkena hat uns Türen und Tore geöffnet“, sagt Uschi Völge. So sorgte der Bümmersteder, damals Regionalleiter der Weser-Ems-Bus GmbH, zum Beispiel dafür, dass die Damen beim Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin 1999 mit der Oldenburg-Kutsche dabei waren. „Wolfgang Thierse, damals Präsident des Bundestages, hat sich von uns ,Ade, du mein lieb Heimatland’ gewünscht“, weiß Uschi Völge noch ganz genau.“ Später hätten sogar alle möglichen Politiker bei einer Polonaise mitgemacht – vorneweg die sieben Oldenburger Frauen. „Es waren TV-Teams dabei und abends flimmerten wir dann über die Bildschirme.“

So kamen die Pfiffigen Sieben in Verbindung mit der Polit-Prominenz und wurden auch immer wieder nach Berlin eingeladen. So zum Beispiel zum Sommerfest der niedersächsischen Landesvertretung, einmal vom früheren Wirtschaftsminister Walter Hirche, einmal vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff. „Wir haben mit Thomas Kossendey und Ursula von der Leyen gesunden“, erzählt Ursula Völge lachend. Auch bei der Kohlfahrt mit Helmut Fokkena und dem XXL-Ostfriesen Tamme Hanken in New York im Februar 2014 waren die Sieben dabei.

Das sind einige Höhepunkte aus ihrer 20-jährigen Karriere. Überwiegend engagieren sie sich sozial. Für kleines „Notengeld“ treten die Pfiffigen Sieben in Altenheimen auf. „Da sind wir dann auch von Zimmer zu Zimmer unterwegs“, berichtet Ulla Wiechmann. Außerdem unterstützen die Frauen alljährlich die Lesung von Dieterfritz Arning zugunsten der NWZ -Weihnachtsaktion mit ihrem Gesang.

Gern auch eigene Texte

20 bis 30 Aufritte haben die Frauen, die alle in den 70ern sind, in ihrem Programm. Sie singen bekannte Lieder, animieren damit zum Mitsingen. Sie dichten aber gern eigene Texte dazu. Da sind sie sehr fantasievoll. „Man kann mit Kleinigkeiten so viel Freude machen“, sagt Ulla Wiechmann. Und das wollen die Frauen auch an diesem Mittwoch auf der Weide in Bümmerstede.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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