OLDENBURG Der gemeine Museumsbesucher erblickt beim Kulturerlebnis eine fertige Ausstellung. Wie viel Arbeit allerdings dahintersteckt, erlebten am Mittwochabend 14 NWZ-Gewinnerinnen und Gewinner. Exklusiv durften sie wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung einen Blick auf die noch im Aufbau befindliche Ausstellung „Kaiser Friedrich II. – Welt und Kultur des Mittelmeerraumes“ im Landesmuseum für Natur und Mensch werfen.

Museumsdirektor Professor Mamoun Fansa ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Führung zu leiten. Allerdings warnte er vor: Vieles sei noch halb fertig, bis kurz vor der Eröffnung müsse noch einiges getan werden. „Ich sag’ immer, ich gehe hier zuletzt mit dem Staubsauger raus“, scherzte er. Wie zum Beweis passierten die Besucher unzählige Holzkisten in verschiedenen Größen. „Ich hätte gedacht, sie wären weiter“, meinte Anke Hille, die kaum glauben konnte, dass alles bis zum Start am Sonntag noch fertig werden soll.

Doch einige Schaukästen waren schon bestückt. Dr. Karen Ermete, Expertin für die Kulturgeschichte, wusste zu jedem Stück etwas Interessantes zu erzählen. Ein verziertes Signalhorn, ein Hedwigsbecher oder ihr „Lieblingsobjekt“, ein kleiner Elefantenleuchter – die Besucher beeindruckte die kunstvolle Verarbeitung einerseits und die damit verbundene Historie andererseits.

Schon ein wenig weiter war der Aufbau ein Stockwerk höher fortgeschritten, wo Kaiser Friedrich II. als Biologe und sein Falkenbuch im Mittelpunkt stehen werden. „Von der Kunst mit Vögeln zu jagen ist der richtige Titel des Buches“, erklärte Dr. Carsten Ritzer, der Fachmann für diesen Teil der Ausstellung, seinen aufmerksamen Zuhörern. Dutzende präparierte Vögel konnten sie hier bewundern. Diese stellen allerdings nur einen Bruchteil der Vogelarten dar, mit denen sich der Herrscher zu Lebzeiten beschäftigt hatte.

Die exklusiven Gäste fanden Gefallen am ungewöhnlichen Museumsbesuch. „Es war toll, sehr informativ“, lobte Alfred Scheller. Nun seien sie besonders auf den Vergleich mit der fertigen Ausstellung gespannt, die ab 10. Februar ab 15 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich ist. Denn, so versprach Jens Haake, „wir werden alle wiederkommen.“

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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