Eversten „Das ist uns fast schon ein bisschen unangenehm, dieser Trubel – und das nur wegen unseres Vorgartens!“, sagt Gerold Frers. Und prompt schauen zwei Passanten vorbei, um den jüngst mit der „Goldenen Gartenvase“ ausgezeichnet Vorgarten des alteingesessenen Ehepaares zu bestaunen.

„Da haben sie aber wirklich einen schönes Fleckchen Grün hier!“, lautet das Urteil der beiden. Ein bisschen stolz sind die gebürtigen Ammerländer, die seit 1964 in Oldenburg wohnen, dann aber doch, das ist ihnen anzumerken. Sie hätten gar nicht mitbekommen, dass ihr Vorgarten überhaupt für einen Wettbewerb in Betracht gezogen wurde, sagt Frers. Erst als dann eine Einladung zur Preisverleihung ins Haus flatterte, erfuhren sie von der Ehr­ung.

Die wurde von der Vorgartenkommission vorgenommen, die in diesem Jahr aus Petra Averbeck, Christa Witte, Annelore Wöbken, Bernhard Hoffmann und Arno Zech bestand. Viermal im Jahr gehen Mitglieder der Kommission durch die Everster Straßen und begutachten die Vorgärten. Am Ende stand für sie fest, dass der Garten von Ehepaar Frers die internen Bewertungskriterien am vollständigsten erfüllte.

Einen Wermutstropfen in dem trotz fortgeschrittener Jahreszeit nach wie vor blühenden Kleinod gibt es für die Eheleute dennoch. Denn auch in ihrem Garten hat sich die lange Trockenheit in diesem Sommer bemerkbar gemacht. Die Rhododendren, eigentlich der ganze Stolz von Gerold Frers, hätten dieses Jahr deutlich gelitten. Ein paar der Gewächse müssen leider noch von einem Gärtner entfernt werden, da sie das Jahr nicht überstanden haben, bemerkt der passionierte Hobbygärtner.

„Mit zunehmendem Alter wird die Arbeit im Garten natürlich immer etwas schwerer, das machen die Knochen nicht mehr so gern mit“, gibt er zu. Bislang könne er noch ein- bis zweimal die Woche Hand anlegen, aber eine Gärtnerin unterstützt ihn mittlerweile. Insbesondere beim Bedienen des jüngst angeschafften Rasenmähers. „Der hat so viel Kraft, der rast mir davon!“, amüsiert sich Frers über seine Fehlinvestition.

Und auch wenn der Rentner derjenige ist, der im Garten werkelt – seine Frau schaut auch gern rein. „Wenn dann morgens wieder irgendwo eine Blüte weggeschnitten wurde, weiß ich schon, dass meine Frau die jetzt auf den Küchentisch gestellt hat“, erzählt er schmunzelnd.

Daniel Kodalle Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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