Oldenburg Alles neu macht der Mai: Und dazu zählt in Oldenburg auch wieder die Vorfreude auf die Stadtgärten. In diesen Tagen wird noch gesägt, geschraubt, gehämmert und gepflanzt. Elf Gärten werden vom 7. Mai bis zum 7. August an acht Standorten blühen. „Sie inspirieren die heimischen Gäste und erhöhen die Verweildauer in der Innenstadt “, erklärte Friedrich-August Fisbeck während einer Pressekonferenz am Dienstag im Modehaus Bruns. Der Vorsitzende des City-Managements (CMO) berichtete aber auch, dass viele Menschen von außerhalb ihre Besuche in Oldenburg so planten, dass sie die Gärten, die im Laufe der Jahreszeiten ihr Gesicht veränderten, immer wieder genießen können.

Premiere 2004

Das zähle für viele schon zur Tradition, immerhin erblüht die zwölfte Auflage in den Innenstadtbeeten. Oldenburgs oberster Wirtschaftsförderer Klaus Wegling erinnerte an die Premiere 2004, die für den Innenstadt-Wettbewerb „ab in die Mitte“ gestaltet worden war. Wegling zählte die Stadtgärten zu einem der erfolgreichsten Projekte überhaupt und zu einem sehr guten Beispiel der Kooperation zwischen dem CMO und der Stadt. Selbst bis in die Niederlanden habe sich die Strahlkraft der Gärten ausgedehnt.

In diesem Jahr stehen die Gärten nach Aussage von CMO-Geschäftsstellenleiterin Fenja Baensch unter dem Motto „Outdoor Living – Das Zuhause vor der Tür“. Mit diesem Thema will man den Trend abbilden, dass sich im Sommer vieles im modernen Leben nach draußen verlagert und Garten(t)räume mehr sind, als Beete zu bepflanzen. Zu diesem Lebensgefühl zählen Schlagwörter wie „Urban Gardening“ (städtisches Gärtnern) oder vertikale Gärten.

Diese Gedanken beeinflussten auch das Konzept der Themengärten, etwa jener vier an der Heiligengeiststraße, wo es darum geht, der Natur ganz nah zu sein, etwa mit kreativem Upcycling. Dazu zählt, wie Thorsten Logemann vom Amt für Stadtgrün und Planung berichtete, etwa auch der Bau eines Strandkorbs aus alten Karussellbrettern. Wer die gerade nicht zur Hand hat, kann auch aus alten Kisten vieles zimmern.

Übersicht über die Stadtgärten

Friedrich-August Fisbeck richtete seinen Dank an die Sponsoren, ohne die die Stadtgärten über die Jahre und auch diesmal wieder nicht zu realisieren gewesen wären. Fisbeck wird am Sonnabend, 7. Mai, ab 12 Uhr gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Heinrich Engelken, stellvertretender Vorsitzender der Bremer Landesbank (BLB), die Gärten an der Häusing der BLB eröffnen. Ein blumiges Trio von Musikantinnen und tierische Wesen vom Stelzentheater Leonhard werden die Eröffnung auf der als Terrassenvielfalt gestalteten Häusing begleiten.

In die Richtung einer exotischen Gartenlounge mit Wasser flaniert man dann Richtung Lefferseck, um im Abraham das Steinzeitleben im Garten unter dem Titel „Willkommen bei Ötzi!“ kennenzulernen. Hier stand der Botanische Garten Pate. Rund geht es dann im Mühlengarten bei Bruns in der Haarenstraße. Hier kann man verweilen und sogar Mühle spielen. „Zeitlos grün“ lautet der Titel im Nikolaiviertel.

Einziger Außenstandort

Als einziger Standort außerhalb der Innenstadt gärtnert Möbel Buss wieder mit und zeigt „knackig grüne Kistenkräuter“. CMO und Möbel Buss laden hier zu einer Vor-Eröffnung ein, die am Freitag, 6. Mai, um 18 Uhr beginnt. Zu Gast ist an diesem Abend auch die Wiesmoorer Blütenkönigin Viola II.

Die aufwendige Pflege der Gärten, so berichtet Thorsten Logemann vom Amt für Stadtgrün, fordert auch die städtischen Mitarbeiter: Je nach Hitze des Sommers sind sie dafür 700 bis 1000 Stunden für das Wässern der Beete unterwegs. Nicht eingerechnet ist dabei etwa Logemanns planerische Leistung für das Gesamtkonzept. Das Gesamtbudget der Stadtgärten beziffert CMO-Vorsitzender Friedrich-August Fisbeck mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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