OLDENBURG Ende Oktober vibrierte das Handy von Oliver Lukas (43): Eine SMS von Dieter Bohlen. Der „Pop-Titan“ mit Oldenburger Wurzeln wollte wissen, ob sich Lukas vorstellen könnte, bei der RTL-Show „Deutsch­land sucht den Superstar“ als Stimm-Trainer für die Finalkandidaten mitzuwirken. Mal eben so.

„Ich antwortete damals: Wenn es nicht für den Gefangenen-Chor von Santa Fu ist – und dachte nicht weiter drüber nach“, erinnert sich Lukas. Bohlen offenbar schon: Anfang Dezember meldete sich die „DSDS“-Redaktion und lud Lukas nach Köln. „Da fragten sie mich, ob ich der Schlagersänger aus Oldenburg bin“, erzählt Lukas, „das hatten sie im Internet herausgefunden.“ Er bejahte – und der Vertrag kam auf den Tisch.

„Im Februar“, berichtet Lukas, „fahre ich für zwei Monate nach Köln und trainiere die Stimmen der 15 Kandidaten, die auf die Show-Bühne dürfen.“ Lukas wird von dahin bis zum Finale im April zum Team der Casting-Show gehören. Von der Titel-Auswahl für die Kandidaten bis zum Training des richtigen Gefühls der Sänger für ihren Song wird er sich hinter den Kulissen um die musikalischen Grundlagen kümmern, den „ersten Schliff“, wie er es nennt. Die mittlerweile achte Staffel startet an diesem Sonnabend mit den Berichten von den Vor-Castings in 35 deutschen Städten.

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Dass Dieter Bohlen an ihn gedacht hat, ist für Lukas mehr als ein freundliches Stellenangebot. „Er fand es schon immer gut, dass ich trotz mancher Durststrecke nie aufgegeben habe“, sagt Oliver Lukas, „er hält zu mir und ist so geradlinig, wie ich es von Anfang an empfunden habe.“

Das war so selbstverständlich nicht. Immerhin war es nach dem Nummer-Eins-Hit „Ich bin verrückt nach deiner Liebe“ im Jahr 2000 still um Lukas geworden – bis er 2008 mit der Bohlen-Komposition „Saint Tropez“, aufgenommen auf Mallorca, wieder in den Schlager-Charts landete. 2010 verpflichtete Bohlen den Oldenburger Sänger dann als Texter für mehrere von ihm für Andrea Bergs neues Album komponierte Titel. Und nun das DSDS-Angebot.

Lukas macht das stolz – genauso wie die Weihnachts-CD, die er im Herbst mit 114 Schülerinnen und Schülern der Wallschule zugunsten des Hospizes St. Peter aufgenommen hat – und deren Qualität schon manchen Zuhörer mehr als positiv überrascht hat. Dass er die Schüler so motivieren konnte und die Qualität so hoch ist, kommt ihm nun auf zweierlei Weise zu Gute: Zum einen ist im Umgang mit den nervösen Kandidaten psychologisches Fingerspitzengefühl gefragt, zum anderen wird er die Songs der Kandidaten anschließend mit ihnen im Studio einspielen, weil sie nach den Sendungen im Internet als Downloads angeboten werden sollen.

„Natürlich erhoffe ich mir davon auch ein wenig Publicity für meine neue CD, die im Frühjahr erscheinen soll“, sagt Oliver Lukas. Zwar wird er nicht in der großen Show zu sehen sein, wohl aber in den Reportagen, die RTL II um die Casting-Show herumstrickt.

Oliver Lukas, der als Oliver Galle in Nordenham geboren wurde und dort als Schlagzeuger einer Rock-Band seine musikalische Karriere startete, ist in seinem „Brotberuf“ als Komponist vor allem für Werbe-Melodien tätig.

Die Verbindung mit Dieter Bohlen, die nun schon über Jahre hält, könnte ihm seinen großen Traum nun doch wieder ein Stück näher bringen: „Am liebsten würde ich von meinen Auftritten leben können.“

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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