OLDENBURG OLDENBURG/KF - Drei Damen haben den Blues – und wirken trotzdem sehr gelöst. Blues muss ja nicht unbedingt bedeuten, Trübsal zu blasen. Blues kann auch unterhaltend sein – und das soll sich am Donnerstag, 13. Januar, in der Kulturetage zeigen. Die diesjährige „Night of the Blues“ (Beginn ist um 20 Uhr) ist diesmal nämlich nur Musikerinnen vorbehalten – recht lockeren Damen, wohlgemerkt.

Das ist zunächst einmal die unübersehbare Candye Kane, die dem Kalorienzählen eher ablehnend gegenübersteht: „Es ist kein Geheimnis, dass ich eine dicke Frau bin“, meint sie offensiv. „Es ist das erste, was auffällt, wenn man mich sieht – und viele meiner Songs beschäftigen sich mit Themen wie Körpergröße und Aussehen.“ Dabei sind eben diese Songs oberstes Qualitätsmerkmal der Kalifornierin, ihr Blues – gesungen aus voller Kehle – überspringt die Grenzen zu Soul, Swing und vor allem Rock locker. Als Entertainerin ist Candye Kane sowieso unschlagbar.

Die zweite der Damenrunde in der Kulturetage hält sich derweil strenger an die Vorgaben des traditionellen Blues. Sue Foley – nimmt man ihre aktuelle CD „Change“ als Maßstab – ist der Umgang mit Stimme und Akustik-Gitarre genug, um ihr Gefühl für Musik und Geschichten zu beweisen. Logisch, dass Sue Foleys Vorbilder (Mississippi Matilda, Memphis Minnie und Bessie Smith) dem gleichen Stil frönten. Dass die Kanadierin aber auch die moderne elektrische Seite des Bluesrock beherrscht, hat sie auf ihren früheren – immerhin bereits acht – Plattenveröffentlichungen bewiesen.

Am lautesten dürfte es in der Bluesnacht am Donnerstag dennoch zugehen, wenn Ana Popovic die Bühne betritt. Die gebürtige Belgraderin hat bereits mehrere Auftritte in Oldenburg absolviert und dabei stets viel Applaus geerntet. Ihr hartes Spiel auf der Gitarre wurzelt eindeutig im Bluesrock, macht dort aber nicht Halt. „Mir gefällt es, zu bluesig für Jazz und zu jazzig für eine Bluesmusikerin zu sein“, gesteht die 28-Jährige freimütig. „Ideal ist es, wenn du das Bluesgefühl in alle Stile bringen kannst.“ Was ihrer Zusammenarbeit mit Bluesrockern wie Bernard Allison oder Walter Trout nur förderlich war.

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