Oldenburg Nichts für schwache Nerven: In einem Dorf ist die Pest ausgebrochen. Um die Krankheit zu verbannen, wird bei einem Ritual ein Kind geopfert. Doch nach der Beerdigung des Mädchens kehrt es zurück und sucht die Dorfbewohner heim – Besucher der Halloween „Scream Night“ finden sich in der Dorfruine wieder und könnten auf das auferstandene Mädchen treffen.

An verschiedenen Stationen im Horror-Labyrinth wird dieses Grusel-Mädchen von sogenannten Live-Erschreckern gespielt. Nicht jeder ist für den Job geeignet. Schon im Casting muss man sich eher ungewöhnlichen Fragen stellen: Was ist dein Lieblingshorrorfilm? Hast du Angst im Dunkeln? Kannst du es ab, wenn Leute dich anschreien?

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„Ich war schon immer sehr Halloween-interessiert“, sagt die Studentin Emelie Bernarbei. Die 20-Jährige konnte im Casting alle Fragen beantworten und ist seit mittlerweile vier Jahren als Live-Erschreckerin bei der Oldenburger Horror-Attraktion dabei.

„Es sollte einem nichts peinlich sein“, so Vanessa Baer, Schülerin aus Oldenburg. Die 15-Jährige weiß, dass die Hemmschwelle der Scare-Actors sehr niedrig sein muss, da beim Erschrecken die verschiedensten Grimassen und Laute zum Einsatz kommen.

Und Gruseln will gelernt sein: Wer im Casting überzeugen konnte, wird in der sogenannten Scare-School auf die Arbeit vorbereitet. Dort können sich die rund 40 Darsteller ausprobieren, schreien, singen und verschiedene Arten des Erschreckens proben. „Es gibt viele verschiedene Erschreck-Strategien“, sagt Veranstalter Daniel Flowers. „Man muss aus sich rauskommen können.“

Wenn die Erschrecker vorbereitet sind, fehlt für das Gruselerlebnis nur noch ein authentisches Kostüm mit dem richtigen Make-up. Dabei sind Vanessa und Emelie so gut verkleidet, dass selbst ihre Freunde und Familie Schwierigkeiten haben, sie in dem Horror-Irrgarten zu erkennen.

Video: So waren die „Scream Nights“ in Oldenburg 2015

Wörter wie „Blutdusche“ fallen auch in der Maske. Denn manche Darsteller, die mit Blut versehen werden sollen, werden direkt gegen eine Wand gestellt und teilweise am ganzen Körper mit Kunstblut besprüht.

Trotz einer gut durchdachten Hintergrundgeschichte müssen Vanessa und Emelie ab und zu improvisieren und sich spontan auf die Reaktionen der Gäste einstellen. Denn jeder Besucher reagiert unterschiedlich auf das Grusel–Szenario. „Man muss als Gast schon Horror-Fan sein“, sagt Vanessa. Einige Gäste geben allerdings schon auf, bevor sie das Labyrinth betreten haben.

Andere fragen direkt am Eingang: „Kommen die Schreie, die wir von drinnen hören, vom Band“? – Nein, die sind echt. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein großer, kräftiger Mann vor Schreck sogar mal hingefallen ist. „Wenn ich den draußen gesehen hätte, hätte ich nicht gedacht, dass der sich so erschreckt“, erinnert sich Emelie.

Sobald die Besucher drinnen sind, gibt es verschiedene Taktiken: Manche sprinten nach dem Motto „kurz und schmerzlos“ durch das Labyrinth, andere verursachen „Staus“ in den Gängen, da sie sich nicht an den gruseligen Schauspielern vorbeitrauen. Generell dauert das Durchlaufen des Horror-Irrgartens acht bis zehn Minuten. An diesem Wochenende laden die „Scream Nights“-Veranstalter am Freitag zur „Charity Night“ und am Samstag zum „Halloween Special“ in der neuen Location im Posthalterweg 3 ein (jeweils ab 17.30 Uhr).

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