Nach der Opernpremiere die Filmfest-Eröffnung – und erneut gab es nur begeisterte Stimmen über die neue Spielstätte auf dem Fliegerhorst. „In anderen Städten sind die Theater während der Umbauzeit in Zelte gezogen. So eine Halle, wie wir sie hier haben, ist einmalig“, erzählte Generalintendant Markus Müller. 673 Plätze bietet die „Wahlheimat“, und die nächsten Theaterpremieren sind bereits komplett ausgebucht. „Wir spüren wirkliche eine große Begeisterung“, sagt Müller. Aber er wird nicht müde zu betonen, dass das Kapitel Fliegerhorst nur ein Jahr dauern wird.

Was anschließend daraus wird? Altera-Chef Michael Schmitz fände es „sehr schade“, wenn es keine vernünftige Nachnutzung gäbe. „Diese wunderbare Halle schreit regelrecht danach, dass hier ein Veranstaltungszentrum entstehen muss.“ Und da wird ihm von den Premierenbesuchern wohl kaum jemand widersprechen.

In seinem 17. Jahr ist das Filmfest ziemlich auf den Frosch gekommen. Ein Frosch ziert das Plakat, das Programmheft. Und ganz viele Frösche spielen im Abschlussfilm eine Hauptrolle. Das liegt daran, dass Festival-Chef Torsten Neumann den Frosch zum Wappentier erkoren hat. Es symbolisiert den (leisen) Protest gegen die Etatkürzungen durch den Rat. „In Oldenburg werden 40 000 Euro für einen Amphibienteich ausgegeben, aber bei uns 50 000 Euro gekürzt.“ Neumann drehte aus Protest einen Film, in dem Stars aus Deutschland und den USA Froschwitze erzählen. Und zum Dank dafür bekamen die Schauspieler kleine, grüne Plüschfrösche.

Hollywood-Star Seymour Cassel startete auf der Party dann auch prompt einen Frosch-Angriff auf den Grünen-Fraktionschef Kurt Bernhardt. „Macht bei aller Liebe zu den Fröschen nicht das Filmfest kaputt“, mahnte er.

Für Kulturdezernent Martin Schumacher ist das Filmfest auch Abschiedsvorstellung. Der nach Bonn wechselnde Dezernent fuhr zünftig im Motorrad vor. Und nachdem er die dicke Jacke und den Helm an der Garderobe abgegeben hatte, stand er plötzlich im feinen, schwarzen Zwirn da.

Für Aufsehen und ein kleines Blitzlichtgewitter sorgte Jan Krieger bei der Eröffnungsgala. Der Grund: Die neongrünen Plüschfrösche an seinen Füßen. Dabei hatte der 25-jährige Oldenburger und langjährige Filmfestgänger nicht einfach vergessen, seine Hausschuhe gegen die richtigen Schuhe zu wechseln. Er hatte sie eigens für den Abend gekauft. „Passend zum Trailer und der ganzen Hintergrundgeschichte“, erklärte er.

Und es sollten nicht die letzten Frösche des Filmfestes bleiben: Im Polyester wurde nach der Eröffnungsgala Frogtown-Bowle gereicht. Giftgrün dank des Waldmeistersirups.

Kräftig zubeißen konnte die gesamte Filmfestcrew beim traditionellen Burger-Essen im Altera. Pünktlich vor Beginn des Filmfestes konnten sich hier noch mal alle mit Burger und Pommes Frites für die langen Filmfesttage und -nächte stärken. Und einige schienen zu wissen, dass es für längere Zeit die letzte ruhige Mahlzeit werden könnte.

S ogar ein eigenes App hat das Filmfest Oldenburg jetzt: Die Handy-Anwendung navigiert durch das gesamte Programm und zeigt, wann und wo Filmvorführungen und Partys stattfinden – und sie ist kostenlos.

Dirk Rohde, seit vier Jahren Filmfest-Filmer, hat auch zum 17. Filmfest die Kamera geschultert. In diesem Jahr will er den Schwerpunkt aber auf die „normalen“ Filmfestbesucher legen: das Publikum.

Minischnitzel, Lachshäppchen, Datteln im Speckmantel, Frikadellen und Frühlingsröllchen: Regisseur Alexandre Rockwell, Produzentin Jen Li, Regisseurin Tamar Simon Hoffs und Schauspieler Timothy Bottoms schmeckte es beim Audi-Empfang im Oldenburger Schloss. Und das wird auch die Geschäftsführer des Audi-Zentrums Oldenburg, Bernd Weber und Christine Niemann, freuen, die ihre Gäste dieses Mal im Schloss empfingen.

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