Oldenburg „Viel Geld, viel Zeit, viel Liebe“ – das sind die groben Randdaten zur heute offiziell startenden Kinder- und Jugendbuchmesse, so Christian Kühn (Uni Oldenburg). Hinzu kommen noch über 2500 ausgestellte Medien, die Erfahrungswerte aus 40 vorherigen Messen und nicht zuletzt geschätzte 250 000 bis 300 000 Euro an jährlichen Kosten für jede einzelne Kibum. Geld, das sich bei Veranstaltungen wie diesen nicht wieder einspielen lässt, sich sehr wohl aber über die Nachhaltigkeit innerhalb der Stadt und auch über die Außenwirkung Oldenburgs rentieren mag.

Am Freitag – traditionell als Fachtag Pädagogen, Buchhändlern und Bibliothekaren vorbehalten – überzeugte die Messe bereits erwachsene Besucher. Ab diesem Sonnabend jedoch stehen hier Kinder und Jugendliche im Zentrum allen Treibens. Mehrere tausend werden am Wochenende erwartet, um sich im hergerichteten Kulturzentrum durch die Neuerscheinungen zu arbeiten: Sitzend, stehend, liegend. Leise und laut. Passiv lauschend oder aktiv dabei trommelnd und pfeifend.

Zig Kissen und Matten haben sie hier im PFL ausgelegt, „Schmökerecken“ heißen die Lesezentren, wie schon vor 40 Jahren. Was es damals nicht gab und heute um so intensiver genutzt wird, ist der Mediensaal – betreut von der Oldenburger Uni. Auf zehn Hochleistungsrechnern können Kinder und Jugendliche hier nach Herzenslust verschiedene Strategie-, Simulator oder einfach nur Spaßspiele und -Programme daddeln. Maximal eine Stunde, aufgrund des zu erwartenden Andrangs aber wird’s wohl eher nur eine Viertelstunde.

Überhaupt: Wer wochentags ein paar ruhige Stunden auf der Kibum verbringen möchte, sollte vielleicht besser erst nach 12 Uhr hier erscheinen. Zwischen halb neun und zwölf kommen die Besucher gleich schulklassenweise.

Richtig voll dürfte es auch werden, wenn Schirmherr Heinz Rudolf Kunze am Sonntag, 15. November, um 15 Uhr sein „Quentin Qualle“-Konzert in der schon lang ausverkauften Kulturetage spielt. Trotzdem gibt es noch eine Möglichkeit, Kunze live zu hören: Am gleichen Tag mischt er sich um 11 Uhr schon unters Volk – und gibt dann auch einige Lieder wie Autogramme zum Besten.

Zehneinhalb Tage lang wird fortan im PFL und den angeschlossenen Oldenburger Veranstaltungsorten ein volles Programm mit literarischen Konzerten und musikalischen Lesungen rund ums diesjährige Motto „Kibum klingt“ abgeliefert. Und diese Zeit ist wohl auch zwingend erforderlich, um zumindest einen kleinen Teil der Kinder- und Jugendbuchmesse erfahren wie erleben zu können.


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Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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