OLDENBURG Jubiläum und Abschied: Für das Privatbankhaus Fortmann & Söhne willkommener Anlass, Freunde, Kunden und Geschäftspartner am Mittwochabend zur Feier ins Horst-Janssen-Museum einzuladen. Das Bankhaus besteht seit 125 Jahren, verabschiedet wurde Gesellschafter Günther Preuschaft.

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, zitierte Fortmann-Gesellschafter Dr. Andreas Blomenkamp den englischen Staatsmann und humanistischen Autor Thomas Morus aus dem 15. Jahrhundert. Dieser Ausspruch gelte für das Bankhaus und Preuschaft gleichermaßen. Der 60-Jährige ist der 16. Geschäftsführer seit Bestehen des Hauses, der in den Ruhestand verabschiedet werde. Ihm gebühre Dank und Anerkennung, das Haus auf einem guten Weg gehalten und weiterentwickelt zu haben.

Stellvertretender OLB-Vorstandssprecher Dr. Peter Schinzing zeichnete in seiner Rede den beruflichen Werdegang Preuschafts nach, der am 1. April 1968 in Westerstede als Lehrling bei der OLB begann und nun als persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses endet.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner lobte in seiner Ansprache die Fähigkeit des Bankhauses, die Weiterentwicklung zu einer Tradition entwickelt zu haben. Und das in einer Bankenstadt wie Oldenburg, in der fünf anstatt der im Bundesschnitt üblichen drei Prozent der Arbeitnehmer im Finanzsektor beschäftigt seien.

In seiner abschließenden Festrede beschäftigte sich Dr. Friedrich Scheele, Direktor der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg, unter dem Titel „Wem gehört die Stadt? Repolitisierung der Stadtmuseen“ mit dem Wandel der Aufgaben von Museen. Zukünftig werde es in den Stadtmuseen darum gehen, „die Rolle der Städte als Bühne des Globalen im Lokalen“ herauszustellen – mit allen Facetten, auch und vor allem der gesellschaftlichen. Der Fokus richte sich verstärkt auf die Menschen, die in ihrer Stadt leben und lebten.

Das Bankhaus wurde mit einem Geschäftsführer, einem Prokuristen und einem Lehrling am 1. Mai 1886 an der Langen Straße 12/13 gegründet. Mittlerweile beschäftigt es 25 Mitarbeiter. Spezialisiert hat es sich auf die individuelle Betreuung von vermögenden Privat- und Firmenkunden. Für die maßgeschneiderten Dienstleistungen für die rund 3000 Kunden sorgen die persönlich haftenden Gesellschafter Dr. Andreas Blomenkamp (52), Michael Saak (48) und der am Mittwochabend verabschiedete Günther Preuschaft (60) . Die Bilanzsumme liegt bei 130 Millionen Euro, das Geschäftsvolumen allerdings weit darüber. Das Bankhaus gehört seit 1976 zur Oldenburgische Landesbank.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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