Oldenburg Das Haus von Rudolf Dohrmann erzählt die Geschichte eines Weltreisenden. Im Flur hängen viele geschnitzte Holzmasken, im Wohnzimmer gibt es eine große Sammlung an Steinen, und das Arbeitszimmer ziert eine große Weltkarte, in der die besuchten Reiseziele markiert sind. Der Oldenburger hat einiges von der Welt gesehen.

Nachdem Rudolf Dohrmann im Krieg beim Alten Gymnasium Oldenburg das Notabitur abgelegt hatte, musste er an die Front und war schließlich fünf Jahre in Kriegsgefangenschaft in Russland. Danach folgte eine Ausbildung zum Industriekaufmann.

Beruflich wie privat war Dohrmann dann ständig in der Weltgeschichte unterwegs.

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Allein vier Mal fuhr er nach Grönland auf verschiedenen Forschungsschiffen mit Russen und Kanadiern – sein Wissen über Mineralogie machte dies möglich. Er half auch bei Bohrungen im Eis, wodurch vorangegangene Vulkanausbrüche datiert werden konnten. „Das war eine Knochenarbeit“, erinnert er sich noch genau. Denn die Geräte waren damals nicht so ausgereift wie heute.

Besonders das plötzlich umschlagende Wetter in Grönland hat Dohrmann fasziniert. „Wem das Wetter nicht genehm ist, der möge fünf Minuten warten“, hat er sich das eine oder andere Mal gedacht und zur Sicherheit stets winddichte Regenkleidung und ausreichend Verpflegung bei sich gehabt.

Sowieso war er immer gut auf Abenteuer vorbereitet. Als er mit seiner Frau in den 1980-er Jahren durch die Sahara fuhr, kamen sie in einen Sandsturm, der sie für 48 Stunden im Auto gefangen hielt. Da sie einen großen Wasserkanister und Lebensmittel dabei hatten, warteten sie geduldig darauf, dass der Sandsturm vorüberging und sie weiterfahren konnten.

In den 1990-er Jahren reiste er quer durch Asien. Auf dem Rücken des Elefanten Jojo ging es für eine Woche durch Kambodscha. „Das mache ich nie wieder!“, kommentiert er heute trocken. Das Reiten auf Elefanten sei alles andere als bequem. Um sich mit dem Elefanten vertraut zu machen, gab es nach Streicheleinheiten zahlreiche Bananen. „Gelenkt“ wurde, indem am linken oder rechten Ohr vorsichtig gezogen wurde.

Gibt es Länder, die Dohrmann nicht bereist hat? Nord-Amerika hat er nicht gesehen. „Das hat mich nie wirklich gereizt“, gibt er zu und zeigt lieber ein spezielles Messer, mit dem die Inuit-Frauen aus Grönland die Leber der Seehunde heraustrennten und den Männern noch warm und roh zum Verzehr gaben.

Mittlerweile sind die Reiseziele etwas näher geworden. Mit dem Oldenburger Turnerbund begibt sich Dohrmann aber noch heute gern auf Wanderungen.

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