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OLDENBURG Partystimmung im Großen Haus des Staatstheaters. Die Bühne gleicht einer schicken Hotellounge in der amerikanischen Glitzermetropole Las Vegas. Wasser plätschert am Rande eines gläsernen Laufstegs. Ein weißes Cabriolet glänzt im Scheinwerferlicht. „Alles sieht Hip aus“, sagt Anna Bergmann, die bei ihrer Inszenierung von Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ auf großes Ausstattungsetat setzt.

„Ich bin für Opulenz“, sagt Anna Bergmann und fügt augenzwinkernd hinzu, dass sie am liebsten auch noch ein Orchester gehabt hätte. So aber begnügt sie sich mit einer üppig gestylten Bühne, Videoeinspielung, Livemusik, Über-titeln, Tanz – und natürlich dem Schauspiel. Die Übertitel werden übrigens nur dann eingesetzt, wenn die Musik – von Pop über Tango und Walzer bis zu Hardcore und Techno – die Plänkeleien der Protagonisten übertönt.

Während die Regisseurin optisch zulangt, hat sie die rund 400 Jahre alte Vorlage von William Shakespeare inhaltlich gerafft und modernisiert. Insgesamt elf Figuren sind erhalten, Kernpunkt sind die Paarkonstellationen.

Auf der einen Seite ist dies das schwer verliebte Paar Claudio (Denis Larisch) und Hero (Rika Weniger). Eine Intrige soll ihre Hochzeit ver-hindern. Auf der anderen Sei-te die beiden Singles Benedikt (Vincent Doddema) und Beatrice (Eva-Maria Pichler), die sich nicht leiden können. Ein Plot soll die beiden zusammen führen. Letztendlich entwickeln sich beide Beziehungen sehr gegensätzlich. Während das vermeintlich große Liebesglück zerbricht, entstehen auf der anderen Seite tiefe Gefühle.

Sprachlich orientiert sich Anna Bergmann an der Originalsprache in der Übersetzung von Frank Günther. „Sie ist klassisch, aber zeitgemäß“, urteilt Dramaturgin Johanna Wall.

Im Anschluss an „Viel Lärm um nichts“ feiert das Staatstheater seinen 175. Geburtstag mit Discjockey, Buffet und Feuerwerk. Die Premiere ist allerdings bereits ausverkauft.

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