Oldenburg Die Oldenburger Freizeitstätten sind beliebte Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene. Sie bieten ein abwechslungsreiches Programm – am vergangenen Wochenende ganz besonders. Die Besucher konnten mal so richtig lange bleiben: bei der „Langen Nacht der Freizeitstätten“. Jede Einrichtung suchte sich ein Motto aus, das das Programm für den Abend bestimmte.

„Im vergangenen Jahr ist das Konzept gut angekommen“, erklärt Organisator und Leiter der Freizeitstätte Kreyenbrück Erhard Drobinski, „nur einige kleine Änderungen haben wir diesmal vorgenommen.“ So wurde die lange Nacht gegenüber dem Vorjahr um zwei Monate vorverlegt. „Dann sind die Temperaturen noch nicht so niedrig und man kann sich auch noch draußen aufhalten oder vielleicht ein paar Würstchen grillen“, erläutert Drobinski. Eine weitere Neuerung war die Beteiligung der Einrichtungen in freier Trägerschaft sowie des Cadillacs, zusätzlich zu den vier städtischen Freizeitstätten, die schon 2012 dabei waren.

Daumen strapaziert

Im Cadillac wurden kräftig die Daumen strapaziert. Das Computermuseum stellte für den Abend mehrere Spielkonsolen, die ältesten aus den 80ern, zur Verfügung. „Es ist erstaunlich, dass sowohl Kinder als auch Rentner gleichermaßen von den alten Videospielen begeistert sind“, fand Thiemo Eddiks vom Computermuseum. Die Besucherinnen Nina Hoffmann und Meike Tolkmitt versuchten sich am Klassiker „Pong“. Trotz simpler Grafik ist das Spiel „gar nicht so einfach“, wie sie schnell feststellen.

In Kreyenbrück war währenddessen mehr Körpereinsatz gefragt. In der großen Turnsporthalle konnten sich die Jugendlichen zum Fußball zusammenfinden, den Badmintonball über das Netz schlagen oder ein paar Körbe werfen. In den Pausen versorgten die Helfer der Freizeitstätte die Sportler mit Getränken und Bratwürsten. Erhard Drobinski beobachtete das fröhliche Treiben. „Neben den Jugendlichen kann man bei der langen Nacht auch junge Erwachsene ansprechen, die schon berufstätig sind und für unser normales Nachmittagsangebot keine Zeit haben.“

Ausgelassene Stimmung herrschte auch im Mädchentreff in der Cloppenburger Straße. „Cocktails und Creativs“ hieß dort das Motto – und die Besucherinnen hatten Spaß am Mischen der alkoholfreien Cocktails und am Basteln von bunten Ringen. „Der Sinn ist, dass die Mädchen kreativ sind und auch mal was Neues ausprobieren“, erklärte Leiterin Barbara Haff. „Manche der Früchte, die in die exotischen Getränke kommen, kannten einige noch gar nicht.“

Legales Sprühen

„Sei kreativ“ war auch die Devise in der Freizeitstätte Ofenerdiek. Schon am Nachmittag durften Kinder und Jugendliche ihr Geschick im Umgang mit der Sprühdose an einer Graffitiwand testen. „Für uns ist das eine Art Präventivarbeit“, sagte Leiter Axel Meltl, „wenn die Jugendlichen wissen, dass sie hier legal sprühen können, lassen sie die Häuserwände meist in Ruhe.“ Selbst die Dunkelheit beendete nicht die malerischen Arbeiten – dafür sorgten die aufgebauten Flutlichtanlagen der Freiwilligen Feuerwehr. Zu späterer Stunde zeigten dann lokale Hip-Hopper ihr Können an den Mikrofonen.

Eberhard Drobinski zog auch nach der zweiten Langen Nacht ein positives Fazit: „Auch, wenn sich ein oder zwei Einrichtungen mehr Besucher gewünscht hätten, ist die Aktion insgesamt gut angekommen.“ Eine Fortsetzung ist dementsprechend schon in Planung.

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