Zum Fußball statt zum Handball zog es am Sonntag Wiebke Kethorn (29). Die Ex-Nationalspielerin, die im Sommer ihre Karriere bei den Bundesliga-Handballerinnen des VfL beendet hatte und inzwischen die B-Juniorinnen trainiert, schaute beim Oberliga-Kellerduell der Kicker gegen den Rotenburger SV vorbei – zumindest für die letzten 35 Minuten. „Steht doch noch 0:0, jetzt kann es mit den VfL-Toren losgehen“, sagte sie lachend. Gesagt, getan: Nur drei Minuten später erzielte Patrick Lizius (19) das 1:0 für die Gastgeber. Es folgten in der Schlussphase der Ausgleich durch Atilla Iscan (19) und der 2:1-Siegtreffer durch Renke Pflug (27).

Kethorn durfte sich nach dem Tor von Lizius aber nur kurz über ihre hellseherischen Fähigkeiten freuen. „Wiebke, was hast du denn da für ein blödes Los gezogen?“, fragte ein Zuschauer die ehemalige Kreisläuferin, die am Mittwoch das Viertelfinale im DHB-Pokal ausgelost und ihrem VfL ein schweres Auswärtsspiel in Leipzig beschert hatte. „Diese Kommentare durfte ich mir von den Handball-Mädels die ganze Woche anhören, jetzt geht das auch noch beim Fußball los“, haderte Kethorn. Wenigstens auf dem Fußballplatz fungierte sie aber als Glücksbringer: „Erstes Spiel gesehen diese Saison, erster VfL-Sieg. Vielleicht komme ich öfters.“

Um das körperliche Befinden von VfL-Sprecher Aloysius Meyer nicht zu gefährden, fand am Sonntag nach dem Spiel der VfL-Fußballer keine Pressekonferenz statt. Grund war die TV-Übertragung des Nordderbys zwischen Hamburger SV und Werder Bremen (2:0) im Vereinsheim. „Wenn ich mitten in der ersten Halbzeit die Leinwand hochziehe, muss ich schnell weglaufen“, scherzte Meyer schon vor dem Anpfiff. Nach dem Schlusspfiff stürmten die meisten Spieler und Zuschauer in Windeseile aus dem Stadion an der Alexanderstraße, um möglichst viel Bundesliga-Fußball zu sehen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter zur Wahl in Oldenburg erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In seiner nun erschienenen Biografie mit dem Titel „Alle Höhen und Tiefen“ schildert der Oldenburger Kaufmann Klaus Rosenbohm, Vater des früheren VfB-Vorstandsmitglieds Jörg Rosenbohm, auch seine Leidenschaft für die Blauen. Er erzählt unter anderem, wie er 1973 den Druck von 25 000 Eintrittskarten für das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:6) auf Bitten des damaligen VfB-Vorsitzenden Paul-Friedrich Boschen finanzierte. Natürlich erwähnt er auch seinen dreijährigen Enkel Louis, den wohl jüngsten Stadionsprecher der Welt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.