OLDENBURG Vor zwölf Jahren hatte er sich als junger Polizist vergebens um eine Stelle als Ermittler der Spezialeinheit beworben. Nun steht Friedo de Vries an der Spitze der Oldenburger Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, die offiziell Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) heißt. Mit seinen 43 Jahren ist der Kriminaldirektor in Niedersachsen der jüngste Chefermittler für Schwerstkriminalität.

Friedo de Vries gilt als zielstrebig, hartnäckig und ehrgeizig: Deshalb eignet er sich nach Meinung von Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau auch am besten für den Posten. Thurau führte den 43-jährigen Familienvater am Donnerstag bei einer Feier mit geladenen Gästen (Dienststellenleiter der Polizei sowie Vertreter von Staatsanwaltschaft und Zoll) ins neue Amt ein. „Seine offene und ehrliche Art wird von den Kollegen sehr geschätzt“, lobte er.

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Sein Handwerk hat Friedo de Vries von der Pike auf gelernt. Der in Augustfehn (Ammerland) geborene und aufgewachsene Sohn eines Schmieds kam als 17-Jähriger zur Polizei, um dort Karriere zu machen. Erfahrungen sammelte er zunächst bei der Bereitschaftspolizei. 1988 wechselte er zur Kriminalpolizei, „weil mich diese Tätigkeit mehr reizte“, so de Vries. Seine vielseitigen Talente stellte der Marathonläufer u.a. als Konfliktbewältigungstrainer, Jugendsachbearbeiter und Kommissar vom Lagedienst unter Beweis. Im Alter von 36 Jahren übernahm er die Leitung des 1. Polizeikommissariats am Friedhofsweg. Zuletzt arbeitete er als Personaldezernent der Polizeidirektion. Diese Funktion übernimmt nun Wiard Lüken.

Die Stelle des ZKI-Leiters war erst vor 14 Monaten neu besetzt worden. Damals folgte Henning von Dincklage auf den pensionierten Kriminaldirektor Herbert Kruse. Inzwischen leitet von Dincklage die Inspektion Wilhelmshaven. Friedo de Vries versprach am Donnerstag, den neuen Posten so schnell nicht wieder zu verlassen: „Ich will die Dienststelle zumindest ins nächste Jahrzehnt führen.“

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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