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A293 in Oldenburg
Spätestens Freitag wieder freie Fahrt auf der Autobahn

OLDENBURG Er war wohl der begnadetste Fußballer, der je in den Reihen des VfB Oldenburg spielte, doch – was er heute auch eingesteht – trat er sein großes Talent mit Füßen. Die Rede ist von Wolfgang Hecht. Der 57-Jährige lebt heute im Ostseebad Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) und führt mit seiner Frau Simone das Wellnesshotel Beauty-Vital-Residenz.

Am Sonntag wird „Wolle“ Hecht wieder einmal in Oldenburg weilen. „Ich freue mich schon mächtig auf das Wiedersehen im Rahmen des VfB-Familienfestes mit den Jungs von damals. Da gibt es sicherlich so manche Anekdote aus früheren Zeiten zu erzählen“, sagt er. Und zu erzählen hat gerade er viel. Statt sich auf den Fußball zu konzentrieren und sein großes Talent zu nutzen, genoss er damals das Leben in vollen Zügen und schlug so manches Mal über die Stränge.

Sportlich unvergesslich ist für ihn noch heute das DFB-Pokalspiel in der Saison 1973/ 74, wo der VfB auf Schneeboden im Marschwegstadion vor 32 000 Zuschauern dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach mit 0:6 unterlag. „Anschließend saß der legendäre Mönchengladbacher Trainer Hennes Weisweiler am Tisch meines Vaters und sagte: Den Hecht nehme ich sofort mit. Der Netzer wird uns verlassen und da brauchen wir eine Alternative. Doch mein Vater, der damals Mitglied im VfB-Vorstand war, verbot mir den Wechsel“, erinnert sich Hecht.

Nächste Station war Arminia Hannover. Nachdem er sich hier zweimal das Schienbein gebrochen hatte, beendete er zunächst einmal seine aktive Laufbahn und erwarb in Münster die Trainer B- und A-Lizenz. Private Gründe verschlugen ihn dann nach Kaiserslautern, wo er von 1988 bis 1992 u.a. in der Lauterer Traditionsmannschaft mit Horst Eckel, Andy Brehme, Hans-Peter Briegel und Hannes Bongartz spielte. 1988 half er da sogar als 37-Jähriger noch als Spielmacher in der Amateurmannschaft des 1. FC Kaiserslautern aus.

Als er dann seine heutige Frau Simone kennen lernte, zog Hecht 1997 nach Kühlungsborn an die Ostsee und betätigt sich seitdem erfolgreich als Hotelier. Der Fußball ließ ihn aber immer noch nicht los. Von 2002 bis 2004 trainierte er den FC Kühlungsborn und stieg mit ihm in die Landesliga auf. Es folgte 2005/2006 der SV Bad Doberan, wo er in 32 Spielen ungeschlagen blieb und in die Verbandsliga aufstieg.

In Kühlungsborn fühlt sich Hecht heute sehr wohl. Vergessen sind seine „wilden Zeiten“. Er hat sich zu einem verantwortungsbewussten Geschäftsmann gewandelt. Als ihn jüngst VfB-Vorstand Jörg Rosenbohm besuchte, trat er nicht nur spontan wieder in den Oldenburger Traditionsverein ein, sondern sagte auch sofort sein Kommen zum Ehemaligen-Treffen zu.

Nach Oldenburg hat Hecht noch enge Kontakte, leben hier doch sein Vater und seine Schwester. Auch zu seinem ehemaligen Mitspieler Gerold Steindor pflegt er Kontakte – und verfolgt aufmerksam den Weg des VfB.

Stationen

Das VfB-Trikot streifte „Wolle“ Hecht erstmalig 1956 über. Schon in der Jugend machte er mit seinem großen fußballerischen Können auf sich aufmerksam. Dabei errang er u.a. mit der VfB-A-Jugend die Niedersachsen-Meisterschaft. Bereits mit 17 Jahren wechselte er zu TSR Olympia Wilhelmshaven. Schon nach einem Jahr kehrte er zum VfB zurück.

Von 1969 bis 1975 spielte er dann für den VfB. Seine Trainer waren u.a. Kurt Koch, Gerd Kolbert, Uwe Stohwasser und Helmut Mrosla. U.a. spielte er mit Oldenburgs „Fußball-Denkmal“ Enno Bäumer zusammen.

Lange standen sie als Macher im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Was sie jetzt tun, schildert diese NWZ-Serie.

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