Oldenburg Am Tag danach ist bei Stephen Willms von Enttäuschung nichts zu spüren. „Warum auch, jeder hat doch gesehen, dass Maria extrem verdient gewonnen hat“, sagte der 32-Jährige am Sonntag im Rückblick auf den Sieg von Maria Kleinebrahm in der TV-Show „Schlag den Raab“ (Pro 7). Die 27-jährige Ärztin kassierte dafür eine Prämie von 1,5 Millionen Euro. Mit etwas Glück hätte auch der Oldenburger Willms das Geld gewinnen können. Der Gastronom („Kleine Burg“) gehörte zu den fünf Kandidaten im Studio, unter denen das Publikum zu Beginn der Sendung den Gegner von Entertainer Stefan Raab auswählte.

„Es hat Spaß gemacht. Die Teilnahme war eine tolle Erfahrung für mich“, erzählt Stephen Willms im Gespräch mit der NWZ. Unter den Kandidaten habe ein großes Teamgefühl bestanden. Und die rauschende Party zum Abschluss bleibe auch in schöner Erinnerung.

In etlichen Auswahlrunden und Tests hatte der 32-Jährige in den vergangenen Monaten bewiesen, dass auch er das Wissen und Können zum Sieg gehabt hätte.

Beworben für die Spielshow, in der sich Stefan Raab und sein Gegner in verschiedenen Spielen aus Bereichen wie Sport, Wissen, Geschick, Taktik oder Glück duellieren, hatte er sich bereits Ende 2013. Den Anstoß dafür hatte Ehefrau Lina gegeben, als das Ehepaar gemeinsam eine „Schlag den Raab“-Show im Fernsehen schaute. „Bewirb dich doch mal“, forderte sie damals ihren Mann auf. Neben einem großen sportlichen Talent bringt dieser nämlich auch ein gutes Allgemeinwissen mit. „Irgendwann kam dann die Einladung zu den Castings“, so der Kampfsportler (brasilianisches Jiu-Jitsu und früher Kick- und Thaiboxen), der sich am Sonnabend zumindest kurz vor 2,82 Millionen Fernsehzuschauern präsentieren durfte.

In Oldenburg lebt der in Leer aufgewachsene Willms erst seit einigen Jahren. An der Universität studierte er bis vor knapp drei Jahren Sport und Biologie. Das Lehramtsstudium gab er jedoch auf, als sich seine Ehefrau Lina zusammen mit ihrem Bruder Bassam Faour den Traum vom eigenen Restaurant erfüllte. Seither kümmert sich Stephen Willms u.a. um die im Lokal anfallende Verwaltungsarbeit.

Seine große Leidenschaft ist das Motorradfahren. Seit die Tochter vor einem Jahr auf die Welt kam, bleibt aber für große Ausfahrten kaum noch Zeit. „Die Rhabarber-Kuchen-Touren nach Dangast mache ich aber schon noch“, sagt er.

Was hätte er mit der Siegprämie von 1,5 Millionen Euro gemacht? „Das hätte ich mir überlegt, wenn es soweit gewesen wäre“, wollte der Gastronom nicht schon im Vorfeld große Pläne schmieden. Für weitere Spielshows will er sich nicht bewerben. Die Erfahrung mit „Schlag den Raab“ reicht ihm. „Sonst lande ich eines Tages noch im Dschungelcamp.“

Mehr Glück als Stephen Willms hatte übrigens im September 2009 der damals in Oldenburg lebende Hans-Martin Schulze. Er siegte gegen Stefan Raab und gewann 500 000 Euro. Durch sein ungeschicktes Gebaren verspielte er sich aber bereits in der Sendung die Sympathien des Publikums.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.