OLDENBURG Weiß-Schwarz leuchtet der Schriftzug Fürstenfeldbruck am Gebäude auf dem Oldenburger Fliegerhorst. Gleich daneben stehen zwei Hubschrauber vom Typ Bell UH 1D, der auch 1972 in München im Einsatz war, als eine Terrorattacke während der Olympischen Spiele die Welt schockierte. Auf dem Gelände rund um den Fliegerhorst-Tower wurden am Mittwochabend Szenen für den Film „München 72“ gedreht.

Bereits einen Tag zuvor waren die Komparsen eingekleidet und war mit einigen von ihnen das Schießen geübt worden. Schließlich weiß nicht jeder, wie ein Gewehr richtig gehalten wird. Drei Räume unterhalb der Glaskuppel des alten Fliegerhorst-Towers wurden bereits mit 70er-Jahre Militärmöbel eingerichtet. Dort werden die Krisenbesprechungen spielen.

In Oldenburg wird das schreckliche Finale des Geiseldramas gedreht, in dessen Verlauf 17 Menschen ums Leben kamen. Als Berater für den Spielfilm ist auch der ehemalige GSG-9-Chef Ulrich Wegener engagiert, der als Adjutant des Außenministers Dietrich Genschers in Fürstenfeldbruck im Einsatz war. Gespielt wird er im Film von Benjamin Sadler, der 1972 erst ein Jahr alt war.

Auch die weltbekannten Szenen mit dem ausgebrannten Hubschrauber werden in Oldenburg gedreht. Die beiden historischen Helikopter in Nato-Oliv stammen aus Kiel. Am Mittwochnachmittag wird auf einem Tieflader noch eine alte Gangway gebracht.

Allerdings wird auf der Oldenburger Landebahn keine Boeing 727 mehr landen, die das Kommando des „Schwarzen Septembers“ 1972 von den Behörden gefordert hatte. Zum einen fliegt nur noch die Transportgesellschaft DHL diesen Typ, zum anderen dürfte auf dem Oldenburger Fliegerhorst diese Maschine nicht mehr landen.

Hauptrollen in dem Film über das Geiseldrama von München spielen Heino Ferch (Münchens Polizeipräsident Dieter Waldner), Bernadette Heerwagen (Polizistin Anna Gerbers), Felix Klare (Michael Bruckner) und Stephan Grossmann (Hans-Dietrich Genscher). Während der Dreharbeiten parken die weißen Wohnmobile für die Hauptdarsteller auf dem Fliegerhorst. Am Einfahrtstor wird unterdessen wie zu alten Bundeswehr-Zeiten Wache geschoben. Die Produktionsfirma will keine Öffentlichkeit beim Dreh dabei haben.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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