Wer bin ich? Wo komme ich her, wo kommen meine Eltern und Großeltern her? Warum bin ich in Oldenburg? Wie und warum sind meine Eltern hierher gekommen? Viele Fragen, mit denen sich 22 Kinder in der Grundschule Nadorst in zwei Wochen der Sommerferien täglich von 10 bis 14 Uhr beschäftigt haben. Der Verein Claro Oldenburg hatte dieses Projekt veranstaltet. „Mit dem Ziel, die Identität der Kinder zu stärken“, erklärt Bärbel Lange, stellvertretende Vereinsvorsitzende und Claro-Lehrkraft. Teilgenommen haben Kinder aus geflüchteten Familien, Familien mit Migrationshintergrund und deutschen Familien.

Die Kinder haben sich zunächst mit ihrer Person beschäftigt, ihre Träume, Wünsche und Ängste formuliert und in ihr persönliches „Zu- Hause-Buch“ geschrieben. Sie haben überlegt, was sie später gern werden möchten und dazu eine Collage angefertigt. Im zweiten Schritt haben sie sich mit ihrem Herkunftsland auseinandergesetzt. Sie haben ihre Eltern und Großeltern dazu interviewt und Plakate gestaltet. Im dritten und letzten Teil haben sie sich mit Nadorst befasst. Sie sind Schulwege abgegangen, haben Spielplätze aufgesucht und herausgefunden, was der Stadtteil noch an Freizeitmöglichkeiten bietet.

Ein Ergebnis war laut Bärbel Lange:  „Dass alle Spielplätze, besonders im Bereich Käthe-Kollwitz-Straße und Hoffkamp in einem fürchterlichen Zustand sind. Und hier wohnen besonders viele Kinder.“ Zur Abschlusspräsentation kamen dann alle Eltern. Sie hatten ein großes Interesse am Thema Herkunftsland.

Unterstützt wurde das Projekt von der EWE-Stiftung, dem Verein Bildungs-Chancen im Blick sowie dem Lions Club Oldenburg-Lappan. Letzterer übergab noch vor dem Abschlussveranstaltung eine Förderzusage über 900 Euro für die Anteilsfinanzierung des Projektes. Der Präsident des Lions Clubs Oldenburg-Lappan, Hans-Joachim Harms, bedankte sich bei Bärbel Lange für das gesellschaftliche Engagement des Vereins Claro und betonte die Notwendigkeit, Kindern aus anderen Heimatländern eine Brücke zwischen dem Herkunftsland und ihrem jetzigen Umfeld in Oldenburg zu bauen.

Die Camper haben Spaß

Ferienzeit ist auch Zeltlagerzeit. Zumindest beim SV Ofenerdiek ist das so. In diesem Jahr, wie schon in den vergangenen 23 Jahren, wurde das Freizeitzentrum Hatten zum einwöchigen Mittelpunkt der Großeltern-Enkelkinder-Freizeit. Leider spielte genau in dieser Ferienwoche der Wettergott nicht so richtig mit. „Es regnete immer wieder einmal und so konnte, nicht nur bedingt durch Personalmangel, Krankheitsausfall des zuständigen Schwimmmeisters in Hatten, das Schwimmbad nur selten genutzt werden“, berichtet Peter Weigelt. Doch allen Wetterkapriolen zum Trotz, die Stimmung unter den Enkelkindern, ob groß oder klein, war hervorragend. Natürlich waren auch Oma und Opa gut gelaunt.

Spontan wurde ein Tagesausflug in den Wildgehege- und Freizeitpark nach Ostrittrum geplant. Weigelt: „Das Wetter war an diesem Tag gut, und die Kinder konnten sich vielfältig vergnügen.“ Um die weiteren Tage ebenfalls zu genießen, wurde wieder einmal eine Schnitzeljagd mit Schatzsuche sowie am letzten Abend eine Nachtwanderung veranstaltet

Mit leckerem Mittagessen hatte die Ofenerdieker wieder der Caterer Gabriel aus Sandkrug versorgt. Die Firma Möbel Weirauch, aus dem Stadtteil Ofenerdiek, hatte den Campern erneut einen Anhänger zum Transport der Zelte und Einrichtung zur Verfügung gestellt. Für die Zukunft wünscht man sich, dass sich weitere Großeltern mit ihren Enkelkindern für die Teilnahme am Zeltlager interessieren.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.