OLDENBURG Freitagmorgen, 7.30 Uhr, Lambertistraße: An den Einmündungen zur Ehnernstraße und zur Rebenstraße haben sich mehrere Polizisten postiert. Ihre Aufmerksamkeit gilt den Mädchen und Jungen, die auf Fahrrädern zur Schule unterwegs sind. „Weil viele in der dunklen Jahreszeit ohne Licht fahren, ist es wichtig, dass wir kontrollieren. Außerdem gab es Beschwerden über Radfahrer, die bei Rotlicht über die Ampel fahren würden“, erklärt Hauptkommissar Jürgen Kuhlmann den Einsatz bei niedrigen Temperaturen und leichtem Schneetreiben.

Die Beamten müssen nicht lange warten. Aus der Ehnernstraße biegt ein Mädchen ohne Beleuchtung am Rad auf die Lambertistraße. Jürgen Baltrock stoppt die Schülerin und weist sie auf den Verstoß hin. In diesem Fall belässt er es aber bei einer Belehrung. „Die Schülerin ist erst 13 Jahre alt und damit noch nicht strafmündig“, nennt der Oberkommissar den Grund, warum er hier kein Verwarngeld von zehn Euro kassiert.

Sein Kollege Christian Schlieker muss derweil gleich zwei dunkle Radler stoppen. „Ich habe mein Stecklicht zu Hause vergessen“, lautet die Ausrede eines 15-Jährigen auf einem Hollandrad. Das hilft aber nichts. Stecklichter sind nur für Rennräder unter elf Kilogramm Gewicht erlaubt. „Die Ausreden sind uns alle bekannt. Am häufigsten heißt es, das Licht sei gerade kaputt gegangen“, erzählt Schlieker.

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Schon nach 30 Minuten beendet die Polizei die Kontrolle. Die Schüler sind in der Schule, außerdem ist es hell geworden. Mehr als 150 Radfahrer hatten die Kontrollpunkte passiert. Das Ergebnis: Neun Radfahrer hatten gar keine Beleuchtung installiert bzw. sie funktionierte nicht, zwei junge Leute waren bei Rotlicht über die Ampel (Bußgeld von 45 Euro) gefahren.

„Insgesamt sind wir damit zufrieden“, so Kuhlmann. Die regelmäßigen Kontrollen machten sich positiv bemerkbar. Noch vor einigen Jahren sei bei solchen Aktionen jedes zweite Rad beanstandet worden.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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