Osternburg Im Repair-Café wird ein aufmerksamer Gast so manches Mal Zeuge geradezu rührender Bindungen der Besitzer an ihre Dinge, die gerettet werden sollen. Wenn 1961 vom ersten Lehrlingsgehalt das erste Radio gekauft wurde und es nun wieder funktionieren soll. Oder wenn die noch ältere Spieluhr aus dem Erzgebirge ausgerechnet in der Adventszeit ihren Dienst versagt. Ein jedes Mal sind die Reparateure nach gelungener Reparatur gerührt – und die Gäste im Repair-Café sehr dankbar.

„Liebe dein Zeugs – über den Zauber einer echten Beziehung zu den eigenen Dingen“ hat Kristina Deselaers, Journalistin und Mit-Gründerin des Repair-Cafés in Hamburg-Sasel, ihren Vortrag genannt, den sie an diesem Mittwoch in der Freien Waldorfschule, Blumenhof 9, halten wird. Beginn ist um 18.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kristina Deselaers analysiert eine regelrecht bestürzende Beziehungslosigkeit von Verbrauchern zu jeglichem Zeug und Gegenstand: Soll halt wieder laufen, hat ja Geld gekostet. So oder so ähnlich hört sich das dann an. Liegt diese Beziehungslosigkeit, dieser Mangel an echter Beziehung zum Objekt vielleicht daran, dass immer mehr Menschen heutzutage widerstandslos im Laden und im Netz qualitativen „Schrott“ kaufen? Oder wissen sie sich nicht anders zu helfen, wenn dann irgendwann was nicht funktioniert? Oder sie denken, sie brauchen noch viel, viel mehr Zeug, um endlich glücklich zu werden?

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Aber, was ist das eigentlich: „eine echte Beziehung zu Dingen“? Wäre das nicht Materialismus? Kristina Deselaers beleuchtet die Geschichte(n) hinter diesen Fragen, ihren kulturellen Kontext, und zeigt Optionen, wie mit Alltagsgegenständen umgegangen werden kann, so dass sie nicht nur länger halten, sondern auch glücklicher machen.

Wer mag, kann zu diesem Vortrag einen Gegenstand aus dem eigenen Haushalt mitbringen und erzählen, warum er sich ausgerechnet davon nicht trennen möchte; Infos zu Repair-Cafés in Oldenburg:


     www.repaircafeoldenburg.org 
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