Oldenburg Fahrlässige Tötung, bewusste Handlung oder schreckliches Unglück? Ab dem kommenden Dienstag werden zwei Oldenburger Polizisten diese unangenehmen Fragen zum knapp eineinhalb Jahre zurückliegenden Todesfall eines 23-jährigen Iraners gestellt. Dieser war Mitte November 2017 zu Fuß im Dunkeln auf der Oldenburger Straße bei Rastede unterwegs, als er dort von einem Fahrzeug erfasst wurde und den Verletzungen erlag.

Vorausgegangen war ein Zusammentreffen von Opfer und Polizisten, die den unter Alkohol und möglicherweise auch Betäubungsmitteln stehenden Mann frühmorgens fernab seiner Wohnung abgesetzt hatten. Die Staatsanwaltschaft geht nach wie vor davon aus, dass sich die beiden Angeklagten dabei „nicht hinreichend vergewissert hätten, dass der Mann noch orientierungs- und wegefähig war“, so heißt es.

Das Landgericht hatte die Klage der Staatsanwaltschaft zunächst „aus tatsächlichen Gründen“ abgelehnt, wurde dann aber nach Beschwerden vom Oberlandesgericht in seiner Entscheidung korrigiert. Acht Termine sind nun also für die öffentliche Hauptverhandlung bei Richter Horst Kießler angesetzt – los geht es am 19. März um 9 Uhr. Weitere Termine sind der 22., 26. und 29. März sowie der 2., 11., 16. und 23. April, an dem schließlich das Urteil erwartet wird. Der Tatvorwurf lautet auf fahrlässige Tötung.

Alle Hintergründe und Entwicklungen zum Prozess auf


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Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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