Oldenburg Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen den 42-jährigen Mann aus Delmenhorst, der in Oldenburg fünf Supermärkte überfallen hat, ist der Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Darüber hinaus ordnete die Kammer unter Vorsitz von Richter Horst Kießler die Unterbringung des Angeklagten in der geschlossenen Entziehungsanstalt an.

Mit Spielzeugpistole bewaffnet

Einst ein erfolgreicher Geschäftsmann ist der 42-Jährige mit der Zeit zu einem Hartdrogenabhängigen (Kokain) geworden. Die Droge ist sehr teuer und war am Ende auch mit einem gut dotierten Job nicht mehr finanzierbar. Und so war der Angeklagte auf die Idee gekommen, durch Raubüberfälle Geld dazu zu verdienen. Dabei nahm er ein hohes Risiko auf sich. Stets unmaskiert, wartete er an den Kassen der jeweiligen Supermärkte, bis die Kassiererinnen die Kasse öffnen.

Meist zahlte er auch eine Ware von geringem Wert und griff dann in die geöffnete Kasse. Bewaffnet war der Angeklagte mit einer schwarzen Spielzeugpistole. Dass die Waffe nicht echt war, wussten aber die Opfer nicht. Sie hatten Todesangst gehabt. Lange hat sich der 42-Jährige in dem Verfahren schwer getan, die Taten zu gestehen. Erst am vierten Verhandlungstag legte er ein Geständnis ab. Da lagen schon alle Beweise auf dem Tisch.

Entzug soll nun helfen

Stets die gleiche Begehungsweise, eine gute Beschreibung des Täters und sein eigener GPS-Sender haben den Angeklagten als fünffachen Räuber überführt. Der 42-Jährige fährt ein Auto, das vom Werk aus mit einem GPS-Sender ausgestattet ist. Was für Autobesitzer, deren Fahrzeug gestohlen wurde, ein Segen ist, ist für Räuber ein Fluch. Der Angeklagte war stets mit dem eigenen Fahrzeug zu den Tatorten gefahren. Das GPS-Gerät hatte alles aufgezeichnet. Die Daten mussten nur noch ausgelesen werden. Der Angeklagte hatte noch Großes vor. Mehrere Supermärkte hatte er bereits ausbaldowert, da klickten dann die Handschellen. In der Entziehungsanstalt soll der 42-Jährige von den Drogen loskommen.

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