Oldenburg Wegen schweren Raubes muss sich seit Dienstag ein 28 Jahre alter Mann aus Oldenburg vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Februar dieses Jahres ein Sonnenstudio an der Nadorster Straße überfallen und ausgeraubt zu haben. Der Täter war maskiert und mit einem langen Küchenmesser bewaffnet gewesen. Seine Beute war ein geringer dreistelliger Geldbetrag.

Von dem Räuber liegen Fotos einer Überwachungskamera vor. Wegen der Maskierung ist nicht viel von ihm zu sehen, wohl seine Schuhe: braune Turnschuhe mit weißer Sohle. Im September 2017 war der drogenabhängige Angeklagte wegen Diebstahls von Parfüm festgenommen worden. Von ihm wurden Fotos angefertigt. An diese erinnerte man sich, als die Ermittlungen zum Raubüberfall ins Stocken geraten waren. Damals trug der Angeklagte ähnliche Schuhe wie Monate später der Räuber vom Sonnenstudio. Nun geriet der 28-Jährige in Verdacht.

In seinem Haus fand die Polizei auch ein Fahrrad, das dem des Räubers ähneln soll. Im April wurde der Angeklagte festgenommen. Die Ermittler sollen dabei gesagt haben: „Du warst das.“ „Sperren sie mich doch ein“, erwiderte der Angeklagte. Ob er über das Opfer in dem Sonnenstudio mal nachgedacht habe, wollten die Beamten wissen. „Ich habe nicht nachgedacht“, so der Angeklagte. Und weiter: „Ich will in den Knast, ich will meine Strafe“. Diese Antworten legten nahe: Der Angeklagte war es. Oder doch nicht?

Am Dienstag sagt der 28-Jährige, er habe bei seiner Festnahme unter Entzugserscheinungen gelitten. Ihm sei alles egal gewesen. Er habe gehofft, dass, wenn er in den Knast käme, er eine Therapie machen könne. Mit dem Überfall habe er nichts zu tun. Und über die verdächtigen Schuhe sagte er, er habe sie während eines Urlaubs in seinem Heimatland Slowakei seinem Bruder geschenkt.

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