Oldenburg Wegen Drogenhandels im großen Stil, Entführung, versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung müssen sich seit Montag drei 31, 32 und 34 Jahre alte Männer aus Oldenburg vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Die Anklage hat die schweren Vorwürfe, die sie gegen die drei Männer erhebt, in zwei Tatkomplexe zusammengefasst, wobei der erst Komplex den zweiten bedingt.

800 Gramm Kokain

In den beiden Wohnungen des 34-jährigen Hauptangeklagten sollen im vorigen Jahr insgesamt 60 Kilogramm Marihuana und 800 Gramm Kokain gefunden worden sein. Das ließ nicht nur auf Besitz von Drogen schließen, sondern auch auf groß angelegtes Handeltreiben mit Rauschgift. Der 34-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen. Doch schon alsbald wurde der Haftbefehl wieder außer Vollzug gesetzt.

Drogen ausgelagert

Nun beginnt laut Anklage der zweite Tatkomplex. Weil er zukünftig keine Drogen mehr bei sich selbst lagern wollte, soll der 34-Jährige einen Bekannten gebeten haben, das für ihn in Zukunft zu erledigen. Im Keller des Bekannten sollen dann vierzehn Kilogramm Marihuana gelegen haben. Doch plötzlich waren die Drogen weg, was der 34-jährige Angeklagte gar nicht als lustig empfunden haben soll. Zusammen mit den beiden Mitangeklagten soll der dann den Bekannten vor dessen Wohnung zwecks Aussprache in einen Van gezerrt haben und weggefahren sein.

Stiche mit dem Messer

Laut Anklage kam es während der Fahrt zu Faustschlägen und Verletzungen des Opfers mit einem Messer. An einer Ampel konnte das Opfer aus dem Fahrzeug fliehen und mit blutenden Verletzungen bei der Polizei eine belastende Aussage machen. Mittlerweile soll das Opfer aber gar nichts mehr sagen. Auch die Angeklagten sagten gestern nichts. Ihre Verteidiger monierten gestern fehlende Akteneinsicht. Außerdem sei die Kammer fehlerhaft besetzt. Der Vorsitzende Richter Horst Kießler konnte vorerst beruhigen und Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu einem internen Rechtsgespräch einladen.

Das Ergebnis wird dann festlegen, ob das Verfahren ausufert oder an acht Verhandlungstagen erledigt werden kann.

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