Oldenburg Ein Aufruf hat genügt, und schon sind viele Hinweise für die NWZ-Aktion „Sicherer Schulweg“ eingegangen. Dabei geht es darum, auf Gefahrenpunkte im Straßenverkehr aufmerksam zu machen; auf Stellen, die für Schulkinder – aber nicht nur für sie – gefährlich werden können. Ziel ist es, diese Situationen zu entschärfen. Manchmal reagieren die Verantwortlichen der Stadt da auch ganz schnell. So wurden in den Vorjahren flugs Hecken gestutzt und Altkleidercontainern umgestellt, die Einsichten auf Straßen behinderten. Anderes wiederum wurde – noch – nicht geändert.

Langenweg

Auf ein solches Beispiel weist der Bürgerverein Ofenerdiek hin. Es handelt sich um den Langenweg, eine vielbefahrene Straße, die als Zu- und Abfahrt zur Autobahn-Abfahrt Etzhorn der A 293 sowie zum Gewerbegebiet beim Real-Markt und weiter zur Wilhelmshavener Heerstraße führt. „Der Straßenverkehr hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und ist auch nicht gerade langsamer geworden“, weiß der Bürgervereinsvorsitzende Hans-Gerd Tabke. Ein besonderer Konfliktpunkt sei die Kreuzung Langenweg/Hopfenweg/Muttenpottsweg. Tabke: „Hier müssen Schulkinder den Langenweg überqueren. Außerdem nutzen viele ältere Menschen und Touristen aus dem angrenzenden Ammerland mit dem Fahrrad diese Kreuzung – ein beliebter Radwanderweg von und zur Innenstadt Oldenburgs. Uns erreichen laufend Meldungen von diesen Personenkreisen, die immer wieder Probleme beim Überqueren des Lan-genwegs haben.“

Eingaben bei der Verwaltung haben laut Hans-Gerd Tabke nichts gebracht. „Denn das Verkehrsamt versteckt sich immer hinter Statistiken aus Verkehrszählungen“, kritisiert er und fügt hinzu: „Es gibt hier laut den Aussagen von Stadtbaurätin Gabriele Nießen zu wenig Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Fahrradfahrer, Fahrzeugverkehr. Das geht seit Jahren so.“ Dennoch hätten die Personen, die hier kreuzen wollten oder müssten, diese Probleme, so der Vereinsvorsitzende. Er bemängelt: „Seitens der Politik haben wir bisher auch keine Unterstützung erfahren – leider.“ Es seien Aussagen gekommen, wie: Dann muss man eben zur nächsten Querungshilfe, sprich Fußgängerampel, gehen. Tabke erklärt: „Diese befinden sich allerdings zu weit weg, nämlich im Bereich Stiekelkamp, beziehungsweise an der Kreuzung Langenweg/Autobahnabfahrt/Zufahrt zum Gewerbegebiet bei Real. Das kann nicht als Lösung angesehen werden!“

Brokhauser Weg

Gefährlich ist es nach Beobachtung von Harald Stöckmeyer auch andernorts: „Auf Höhe von Piccoplant, zwischen Brokhauser Weg und Im Brook am Fliegerhorst, ragen die Zweige, auch von Brombeeren, bis weit in den Fuß- und Radweg. Viele Radfahrer und Fußgänger begegnen sich hier, und es ergeben sich immer wieder gefährliche Ausweichsituationen.“

An der Kreuzkirche

Der Schulweg zur Grundschule Staakenweg über die Straße „An der Kreuzkirche“ weist nach Meinung von Jan Wartemann zwei Mängel auf: „Erstens: Das Buschwerk auf den Grüninseln wird von der Stadt nicht zurückgeschnitten, so dass kleinere Kinder von den Autofahrern schlecht gesehen werden. Dazu fahren viele Autofahrer auf dieser Spielstraße viel zu schnell. Zweitens: In der dunklen Jahreszeit ist die Straße äußerst unzureichend beleuchtet. Es ist regelrecht dunkel, weil eine Straßenlaterne fehlt.“

Hundsmühler Straße

Mehr als genug Verkehrsschilder gibt es zurzeit an der Hundsmühler Straße. Gerold und Ingrid Martin beziehen sich bei ihrem Hinweis auf die Querungshilfe für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Radfahrer auf Höhe des Parkplatzes Lidl/Combi. Sie beschreiben: „Seit vielen Wochen stehen auf dieser ,Insel’ Baken, weil dort eine Baustelle sein soll. Wer auf der Mitte dieser Querungshilfe steht, hat gerade als kleinerer Fußgänger und auch als Rollstuhlfahrer ein großes Problem, den fließenden Verkehr zu beobachten, um die Straße gefahrlos zu überqueren. Die zahlreichen Baken versperren die Sicht erheblich.“ Diese Querung werde auch von Schülern benutzt, um in Richtung Grundschule Hogenkamp und auch zum Kindergarten der Nikolai-Kirche zu gelangen, wissen die Everstener. Viele Erwachsene nutzten die Querung, um die Geschäfte sicher zu erreichen und danach ihre Einkäufe sicher nach Hause zu bringen. „Wir alle wissen, dass auf dieser Straße erheblicher Autoverkehr und vor allem Lkw-Verkehr herrscht“, betonen die Martins.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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