Oldenburg Bei Ermittlungen wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln hatten die Beamten Hinweise erhalten, dass ein 27-jähriger Mann aus Oldenburg seinen Sohn misshandelt haben soll. Der Mann wurde am vergangenen Freitag bei einem Großeinsatz in Kreyenbrück verhaftet, die Kinder in Obhut genommen. Doch was erst jetzt bekannt gegeben wurde: Durch den Einsatz konnten nicht nur der Vierjährige sowie seine zwei Geschwister in die Obhut des Jugendamtes übergeben werden, sondern der Polizei und Staatsanwaltschaft ist auch ein Schlag gegen die kriminelle Szene gelungen.

Im Rahmen von Ermittlungen wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln hatten die Beamten der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Hinweise erhalten, dass der 27-Jährige seinen vierjährigen Sohn körperlich misshandelt haben könnte. Aufgrund der erlangten Informationen gingen Staatsanwaltschaft und Polizei diesbezüglich von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg beantragte daraufhin Haftbefehl gegen den 27-Jährigen.

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Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mitteilten, wurde gegen den Familienvater, der bei seiner Festnahme eine scharfe Schusswaffe bei sich trug, sowie einen weiteren 40-jährigen Oldenburger bereits seit geraumer Zeit unter anderem wegen des Verdachts des bandenmäßigen Rauschgifthandels ermittelt. Bei der Durchsuchung von Fahrzeugen der beiden Verdächtigen und der Wohnung des 40-Jährigen wurden weitere Schusswaffen (eine Maschinenpistole sowie ein Trommelrevolver), entsprechende Munition und über ein Kilo Marihuana gefunden. Der 40-Jährige, der bei der Maßnahme selbst nicht anwesend war, konnte nach kurzer Fahndung durch Spezialkräfte in Hannover ebenfalls festgenommen werden.

„Beide Männer befinden sich mittlerweile nach Haftbefehlsverkündung durch das Amtsgericht Oldenburg in Untersuchungshaft; gegen sie wird nun unter anderem wegen Betäubungsmittelhandel und Verstößen gegen das Waffen- bzw. Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt“, heißt es weiter. Der 27-Jährige muss sich zudem wegen der gewalttätigen Übergriffe gegen seinen vierjährigen Sohn verantworten.

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Sämtliche Gegenstände sowie zwei hochwertige Pkw und ein Motorrad wurden von den Beamten sichergestellt. Bei den weiteren Ermittlungen gehe es nun darum, neben der genaueren Untersuchung der Waffen und Betäubungsmittel, auch die damit in Zusammenhang stehenden Geldflüsse aufzuhellen.

„Das reibungslose und professionelle Zusammenwirken der beteiligten Behörden hat maßgeblich zur erfolgreichen Bewältigung des Einsatzes beigetragen“, sind sich Thomas Weber (Leiter der Zentralen Kriminalinspektion) und Thomas Kirstein (Staatsanwaltschaft Oldenburg) einig.“

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