Oldenburg Im Dezember hatte sich ein wahrer Paketfrust unter Bürgern breitgemacht: In vielen Haushalten fehlten Geschenke unter dem Baum. Denn kurz vor Weihnachten steckten Hunderte Pakete im Stau, vor allem wegen Problemen im Verteilerzentrum Bremen. Besonders betroffen war die Postleitzahlregion 26 – von Westerstede bis Wardenburg, von Oldenburg bis Osterscheps.

Über einen Paketärger berichtet auch ein Paar aus Ofenerdiek. „Es sollte wie jedes Jahr eine kleine Freude für Bekannte in Berlin werden“, berichten die beiden Oldenburger. Dreieinhalb Kilo Pinkelwurst, jede Menge Süßigkeiten und zwei Bücher befanden sich in dem weihnachtlich eingepackten Päckchen. Es war eine Art „Care-Paket“ für Berliner Großstädter, die sich nicht so leicht die geliebte Pinkelwurst beschaffen können.

Um nicht in das Paketchaos vor Weihnachten zu geraten, hatte das Paar seinen Weihnachtsschmaus extra schon am 14. Dezember verschickt. Dennoch musste das Festessen in Berlin ohne Würste stattfinden. Die Sendung kam nicht an. Die Spur führte zur Poststelle Ofenerdiek. Die Sendungsverfolgung im Internet habe auf die Postzentrale im Stadtteil verwiesen. In der Hoffnung, das verschollene Paket dort aufzufinden, besuchte das Paar das Postamt. Die Versender des Weihnachtspäckchens wurden jedoch nicht schlauer: „Uns wurde gesagt, es könne vorkommen, dass Pakete falsch gescannt werden oder falsche Aufkleber bekommen. Eine klare Nachverfolgung sei somit nicht mehr möglich.“

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Zunächst hatte das Paar die Hoffnung, das Paket komme noch in Berlin an. Vielleicht als Essen zum Neujahrstag? Schließlich waren die Würste eingeschweißt.

Doch diese Hoffnung ist mittlerweile dahin: Das Päckchen blieb verschwunden. Eine telefonische Nachfrage beim Postdienstleister DHL erbrachte eine ernüchternde Antwort: „Der Postwagen sei zu voll gewesen; das Paket habe keinen Platz mehr gefunden“. Wo sich das Paket befindet, weiß keiner – und ob die Pinkel überhaupt noch gut sind, darf bezweifelt werden.

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