Oldenburg Die Zahl der Wohnungseinbrüche verharrt auf einem hohen Niveau. In den ersten vier Monaten des Jahres registrierte die Polizei 117 Taten. Das heißt: Im Durchschnitt nahmen die Beamten jeden Tag einen Einbruch auf. Ähnlich sah es im vergangenen Jahr aus. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es aber seit kurzem eine Auffälligkeit. Offenbar zieht derzeit eine Bande durch die Stadt, die es speziell auf die Häuser und Wohnungen von Wohnmobil- bzw. Wohnwagen-Eigentümern abgesehen hat.

„Es deutet vieles darauf hin, dass es eine organisierte Tätergruppe gibt“, sagt Polizeisprecher Stephan Klatte. Die Einbrecher nutzten gezielt die Urlaubsabwesenheit der Hausbesitzer aus.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter regelmäßig durch die Straßen im Stadtgebiet fahren und sich die Häuser notieren, an denen über längere Zeit Wohnmobile oder Wohnwagen abgestellt sind. Fehlen die Wohnmobile, kann das für die Täter das Zeichnen sein, dass die Besitzer in den Urlaub gefahren sind.

Wenn die Bewohner auch nicht auf das Klingeln an der Haustür reagieren, sehen sich die Täter in ihrer Annahme bestätigt. Der Einbruch wird dann auf die herkömmliche Weise verübt. Zumeist hebeln die Einbrecher ein Fenster auf oder schlagen eine Scheibe ein.

Seit Anfang März wurden der Polizei 15 solcher Einbrüche bekannt. Allein am Pfingstwochenende stiegen Unbekannte in die Wohnungen von fünf Wohnmobil-Eigentümern ein. In einem Fall erbeuteten die Täter rund 2000 Euro Bargeld. Der Schwerpunkt der bisherigen Taten lag im Bereich Kreyenbrück/Bümmerstede.

Um Urlaubseinbrecher abzuschrecken, sollte nach Polizeiangaben der Eindruck erweckt werden, das Haus sei bewohnt. Kriminaloberkommissar Sven Warnken, Beauftragter für Kriminalprävention, empfiehlt, Freunde oder Nachbarn zu bitten, das Haus oder die Wohnung während der Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen, indem sie beispielsweise den Briefkasten leeren und Rollläden sowie Vorhänge, Beleuchtung und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen. Hilfreich seien Licht-Zeitschaltuhren. Denkbar sei aber auch, dass ein Nachbar sein eigenes Auto in das leere Carport der Urlauber stelle.

Und Einbrecher, die mit einem Klingeln testeten, ob jemand zu Hause sei, könne man überlisten, indem man einfach die Klingel abstelle, sobald man das Haus verlasse.

Falls das Wohnmobil oder der Wohnwagen normalerweise im Carport abgestellt sind, rät Warnken dazu, eine Tür oder einen Zaun als Sichtschutz einzubauen.

Die Polizei berät kostenlos zum Thema Einbruchschutz. Sven Warnken ist unter Tel. 790-40 08 erreichbar.


  www.polizei-beratung.de 

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.