Oldenburg Alarmierende Entwicklung: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erneut gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es zwischen Januar und Ende Juli eine Zunahme um 20 Prozent, berichtete Polizeisprecher Stephan Klatte auf Anfrage. Somit mussten die Ermittler in den ersten sieben Monaten 201 Taten bearbeiten. Bereits im Vorjahr hatte es einen Anstieg um 40 Prozent gegeben (NWZ  berichtete).

Häufung in Kreyenbrück

Die Tatorte verteilen sich den Angaben zufolge über das gesamte Stadtgebiet. Eine Auffälligkeit gibt es in Kreyenbrück. Dort schlugen die Täter häufiger als in anderen Stadtteilen zu. Beim Blick auf einzelne Straßen zeigt sich, dass das Einbruchsrisiko an den Hauptverkehrsstraßen am größten ist. Laut Polizei sind es zumeist Einzeltäter, die eine Gelegenheit (z.B. auf Kipp gestelltes Fenster) nutzen, um einzusteigen.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Ermittler eine Besonderheit festgestellt. Offenbar zieht derzeit eine Gruppierung durch die Stadt, die es speziell auf die Häuser und Wohnungen von Wohnmobil- bzw. Wohnwagen-Eigentümer abgesehen hat. Die Unbekannten fahren durchs Stadtgebiet und notieren sich Adressen, an denen über längere Zeit Wohnmobile und Wohnwagen abgestellt sind.

Fehlen die Wohnmobile, kann das für die Täter ein Zeichen sein, dass die Besitzer im Urlaub sind. Dann schlagen die Ganoven zu. Seit Frühjahr sind mehr als 20 solcher Taten bekannt geworden.

Die Einbrüche verlaufen nach ähnlichem Muster: Türen oder Fenster werden aufgebrochen oder aufgehebelt. Allein mit einem Schraubenzieher ausgerüstet, hebelt ein Einbrecher in wenigen Sekunden ein ungesichertes Fenster auf. Gestohlen werden in erster Linie Bargeld, Schmuck und Unterhaltungselektronik (Fernseher, Laptops und Spielekonsolen).

Als Reaktion auf den Anstieg hat die Polizei die Streifenfahrten erhöht. Überdies seien zusätzliche Beamte für die Bearbeitung von Wohnungseinbrüchen spezialisiert worden, so Klatte. Tipps für effektiven Schutz gibt die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle am Friedhofsweg.

Tipps von der Polizei

Die Experten empfehlen, in Straßen eine Nachbarschaftshilfe zu organisieren. In der Kreyenbrücker Erich-Heckel-Straße ist dies bereits geschehen. Die Anwohner haben nach Angaben der Polizei eine Sicherheitsgemeinschaft gebildet. Von Sven Warnken ließen sie sich über Sicherheitstechnik informieren. Oberkommissar Warnken, der Beratung (und Hausbesuche) kostenlos anbietet, ist unter Tel. 790-40 08 zu erreichen.

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Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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