OLDENBURG Mit einem Bekenntnis zu den Schülern, die die Hauptschule besuchen, hat sich die Oldenburgische Wirtschaft zu Wort gemeldet. Unter dem Motto „Wir stehen zu unseren Hauptschülern“ haben sich etwa 120 Fachleute aus der Wirtschaft, den Schulen, der Universität und dem Kultusministerium auf Einladung der IHK getroffen.

„Wir wollen zur Versachlichung der Debatte über die Hauptschulen beitragen“, so der für Ausbildung zuständige IHK-Geschäftsführer Dr. Thomas Hildebrand (siehe auch Interview). Hauptschüler dürften „keinesfalls pauschal ausgegrenzt werden“.

IHK-Präsident Dr. Karl Harms erinnerte an den Ausbildungspakt, der vorsehe, „dass wir allen Qualifizierungsangebote machen, die wollen und können. Wir werden sie mitnehmen“. Nicht die besuchte Schulform, sondern die Leistungsbereitschaft und Motivation müsse das Einstellungskriterium sein, so der Tenor.

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Die Fachleute präsentierten konkrete Konzepte zur Berufsorientierung und zum Übergang in den Beruf. Der Rektor der Haupt- und Realschule Osternburg, Werner Kähler, stellte ein Projekt in einer Hauptschulklasse 10 vor, das er „Probelehre“ nennt. Es ist in diesem Projekt gelungen, über 60 Prozent der Teilnehmer direkt nach der Schule in eine Ausbildung zu führen (NWZ berichtete).

Der Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg, Professor Dr. Hans Kaminski, machte auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: „Die Gestaltung von Betriebs- und Praxistagen stellt die Lehrkräfte an den Hauptschulen vor besondere Herausforderungen“ – etwa bei der Suche nach ausreichenden Plätzen in Betrieben. Eine Alternative könne „die Gründung und Organisation von Schülerfirmen unter Einbindung von Unternehmensexperten“ sein, sagte Kaminski.

Das Kultusministerium kündigte in Oldenburg an, die Schulabbrecher-Quote (8,6 %) halbieren zu wollen.

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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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