OLDENBURG Ein Projekt zur Prävention gegen sexuelle Gewalt haben Kinderschutz-Zentrum und Universität Oldenburg jetzt an Grundschulen gestartet. Damit wollen sie die bisherige Arbeit ausweiten und nachhaltiger gestalten. In den nächsten drei Jahren sollen alle dritten Klassen der Grundschulen Dietrichsfeld, Ohmstede und Klingenbergstraße an dem Projekt teilnehmen, um das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Ihnen werden zudem Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, damit sie schwierige Situationen meistern können.

„Es gibt eine enorme Nachfrage“, sagte der Koordinator Dr. Michael Herschelmann am Freitag in der Grundschule Dietrichsfeld. Die Mädchen und Jungen der 3a haben hier bereits an drei Vormittagen über ihre Gefühle sprechen können und etwas über ihre Rechte erfahren. In den Pausen konnten sie zudem ihren ganz persönlichen Kummer wie z.B. einen Streit mit dem Bruder loswerden. „Die Kinder sind mit großer Begeisterung und Ernsthaftigkeit bei der Sache“, berichtete die Lehrerin Ines Kurz.

Insgesamt finden in jeder Klasse über vier Wochen verteilt acht Projekttage statt. Sie werden durch Mütter- und Väterabende ergänzt. Dafür kommen Teams aus Fachkräften des Kinderschutz-Zentrums und Master-Studenten der Erziehungswissenschaften in die Schulen. Die Studierenden können bei dem Projekt berufspraktische Erfahrungen sammeln und werden zugleich für das Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder sensibilisiert.

Pro Klasse kostet das Projekt etwa 1300 Euro. Es wird über Spenden und Eigenmittel der Schulen finanziert. Für künftige Projekte werden noch Paten gesucht.

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