Oldenburg Von Dresden nach Banjul, Gambia, in 20 Tagen. Das ist das Ziel des Oldenburgers Matthias Bock und seines Sohns Konstantin. In einem eigens dafür angeschafften Jeep Cherokee werden sie ab Sonnabend, 8. November, gemeinsam die „Rallye Dresden-Dakar-Banjul“ bestreiten. Am Ziel wird das Auto dann versteigert. Doch der Reihe nach.

Begonnen hat alles am Computer. „Ich habe die Rallye schon vor zwei, drei Jahren im Internet gefunden“, erinnert sich Matthias Bock, der in seiner Freizeit gerne Motorrad fährt und dabei „interessiert über den Tellerrand“ schaut. Vor rund vier Monaten stieß er wieder auf die Webseite. „Da habe ich meinen Sohn gefragt und wir haben uns angemeldet“, sagt der 57-Jährige und Konstantin, der gerade sein Abitur absolviert hat, ergänzt: „Ich habe Zeit, will reisen und etwas von der Welt sehen.“

Rasen nicht notwendig

Zwei Mal pro Jahr startet die Rallye – jeweils im November und März – mit bis zu 50 Teams. „Dabei geht es nicht um den Sieg, sondern der Sicherheitsaspekt liegt deutlich im Fokus“, erzählt Matthias Bock, der auf einer Karte verschiedene Pflichttreffpunkte eines Streckenverlaufs zeigt, der von den Organisatoren vom Verein „Breitengrad“ vorgeschlagen wird. Zwar könne man von dieser Route abweichen, jedoch würde einem dann bei einer Panne nicht geholfen werden, erklärt der Bürgerfelder. „Die ersten vier Etappen führen durch Europa nach Algeciras in Spanien“, sagt er. „Die Fährüberfahrt nach Tanger in Marokko treten dann alle gemeinsam an.“ Danach gehe es durch West-Sahara, Mauretanien und den Senegal nach Gambia.

Eine kleine Abweichung der Strecke hat sich das „Team Rammbock“ vorgenommen: „In Spanien werden wir vorfahren und uns Alhambra ansehen“, freut sich der freiberufliche Bauingenieur. Im Übrigen würden sie sich an die vorgeschlagene Route und Übernachtungsempfehlungen halten. Auch rasen müssten sie nicht. „Durch Europa werden wir mit 100 bis 120 Stundenkilometer fahren“, gibt er vor.

Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Die Rallye startet am Sonnabend, 8. November, in Dresden, verläuft über Algeciras, Spanien, und kommt am Donnerstag, 27. November, in Banjul, Gambia, an. Für die Organisation der zweimal im Jahr stattfindenden Rallye ist der Verein „Breitengrad“ zuständig. Insgesamt treten jeweils 50 Teams an, die in Bereichen wie „Geocaching“ oder dem „besten Film“ prämiert werden.

In Banjul ist am Sonntag, 30. November, eine öffentliche Versteigerung aller 50 Rallye-Fahrzeuge geplant. Die Auktion findet unter Aufsicht der in Gambia registrierten Nichtregierungsorganisation (NGO) „Dresden-Banjul-Organisation“ statt. Der Erlös kommt mehreren lokalen Hilfsorganisationen und Projekten zugute.

Gespannt sind die beiden auf die fünftägige Wüstendurchquerung, die im Konvoi durchfahren wird. Zuvor würden die Organisatoren sogar prüfen, ob sie genug Wasservorrat – insgesamt 60 Liter – und einen Reservetank besitzen. Ansonsten seien sie bislang sehr ruhig und entspannt, meint der 20-jährige Abiturient und sein Vater nickt zustimmend.

In der Vorbereitung hat das Team einen gut 16 Jahre alten Jeep Cherokee gekauft – die Wahl des Autos ist freigestellt. Sie hätten gedacht, dass ein Geländewagen in der Wüste wahrscheinlich „mehr Spaß macht“, begründen Vater und Sohn ihre Entscheidung. Verstauen werden sie darin etwa Kühlwasser, einen Ersatzreifen auf Felge, Campingausrüstung und Trockennahrung.

Hilfsgüter transportieren

Außerdem wollen sie möglichst viele Hilfsgüter, vor allem für Kinder, mitnehmen. „Wir haben schon einige Trikots, Fußbälle aber auch Verbandsmaterial oder Schutzhandschuhe zusammen“, zählt Konstantin Bock auf.

Am 30. November, drei Tage nach ihrer Ankunft in Banjul, während der ihnen die Hilfsprojekte gezeigt würden, sei die öffentliche Versteigerung der 50 Rallye-Autos zugunsten dieser Projekte eingeplant, erklärt Matthias Bock. Die in Gambia registrierte Nichtregierungsorganisation (NGO) „Dresden-Banjul-Organisation“ beaufsichtige diese Auktion. Es gehe darum, den Einwohnern zu helfen und Gelder direkt vor Ort zu bringen und einzusetzen, erklärt der 57-Jährige.

Interessierte, die dem Oldenburger Team Hilfsgüter mitgeben möchten, finden weitere Informationen unter:


     www.team-rammbock.de 

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