Lebendige Bibliothek
Expeditionen über den Tellerrand

Bild: Präventionsrat
Nicht alltägliche Begegnungen: Schüler des Gymnasiums Eversten mit einem „Lebendigen Buch“Bild: Präventionsrat
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Oldenburg Unter dem Motto „Sprich mit deinem Vorurteil“, veranstalten die VHS und der Präventionsrat regelmäßig die Lebendige Bibliothek. Statt Büchern stehen Personen als für ein Gespräch zur Ausleihe. Die „lebendigen Bücher“ sind Bürger, die mit Ausgrenzung und Vorurteilen konfrontiert sind. In dieser Woche war die Lebendige Bibliothek erstmals am Gymnasium Eversten.

Bei den Schülern des zehnten Jahrgangs stießen die lebendigen Bücher auf offene Ohren. „Sehr cool und interessant“ war das Urteil der Jugendlichen, die sich eine Fortsetzung wünschen. Unter anderem erzählten Personen im Rollstuhl, ein Fußball-Ultra-Fan oder eine HIV-positive Person eine Frau mit Transidentität aus ihrem Leben.

Lehrer Ulf Rosenfeld sah in der Lebendigen Bibliothek eine besondere Chance für seine Schüler: „Hier werden Erfahrungen weitergegeben, die wir im Unterricht gar nicht vermitteln könnten. Die Jugendlichen werden mit Realitäten konfrontiert, die ihnen im Alltag so nicht begegnen.“

Begleitet wurde die Veranstaltung von Künstlern der Agentur Zeilenschmiede, die ein Bühnenprogramm boten und auch einige Workshops leiteten. Dort ging es darum, die Themen Diskriminierung und Vorurteil zu vertiefen, um das eigene Denken und Handeln kritisch zu reflektieren. „Die Workshops sind wesentlicher Bestandteil der Lebendigen Bibliothek, wenn sie an Schulen kommt“, sagte Claudia Grove, Bildungsmanagerin an der VHS. Einige Ergebnisse wurden später auch auf die Bühne gebracht. „Mit über 90 Schülern und 21 lebendigen Büchern war diese bisher größte Lebendige Bibliothek in Oldenburg ein voller Erfolg“, freute sich Melanie Blinzler vom Präventionsrat.

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