Oldenburg Es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen dem Kammermusiksaal der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und der Elbphilharmonie in Hamburg: In beiden Konzertsälen hängen Lautsprecher der Firma Kling und Freitag, 25 000 Euro kostet das Stück. Die Uni verfügt über zwei Säulen mit jeweils 48 Lautsprechern, freut sich Peter Janßen, Dozent für Gitarre und Ensemblepraxis.

Am Mittwochabend ist der in sechsmonatiger Bauzeit sanierte Kammermusiksaal in einer Feierstunde eröffnet worden. Genutzt wird er bereits seit März, wissen Projektleiterin Saskia Gertzen vom Dezernat 4 und Dezernent Meik Möllers vom Gebäudemanagement. 1,5 Millionen Euro hat die Sanierung des in die Jahre gekommenen alten Musiksaals gekostet. Das Geld stammt größtenteils vom Land Niedersachsen. „Die Akustik ist im Lauf der Jahrzehnte immer trockener geworden, die Nachhallzeit betrug zum Schluss 1,2 Sekunden, heute ist sie deutlich kürzer“, sagt Janßen. Je glatter die Wände, desto länger der Nachhall, und der stört die Musiker und Zuhörer. An den Arbeiten und Planungen war deshalb ein Akustiker beteiligt. Die Decke ist wie ein Schalltrichter konstruiert, der die Töne geordnet von der Bühne zum Publikum leitet.

Im Zuge der Arbeiten wurden auch die Fassade und die Fenster erneuert. Der Raum lässt sich komplett verdunkeln, außerdem gibt es einen Sonnenschutz. Die Fachschaft freut sich außerdem über große begehbare Schränke mit Regalen, in dem die Instrumente gelagert werden, die früher offen herumstanden oder lagen.

Die neue Lüftungsanlage ist Kernstück der energetischen Sanierung des Gebäudes A 11. Sie versorgt auch den Hörsaal B, der ebenfalls erneuert wurde. 30 Dezibel werden an den Quellluftausgängen gemessen, ein besonders niedriger Wert, der kaum wahrgenommen wird. Auch die gesamte Technik wurde erneuert. Um die Energieeffizienz zu verbessern, wurden LED-Lampen montiert. Nur ein Detail erinnert an den alten Saal. „Unter dem Teppichboden der Bühne haben wir Holzparkett gefunden, das schon in der frühen Zeit des Kammermusiksaals überklebt worden sein muss“, berichtet Gertzen. Das Parkett wurde bearbeitet und strahlt im frischen Glanz wieder eine besondere Wärme aus.

Rund 400 Musikstudenten sind eingeschrieben, die den Kammermusiksaal zum Proben nutzen. Doch es gibt auch viele Konzertabende in dem Saal, wie beispielsweise die von Violeta Dinescu organisierten Komponisten-Colloquiums. Auch die Big Band der Universität oder die Soul Band proben in dem Saal.

Das Dach ist vor den Arbeiten im Gebäudeinneren für 700 000 Euro erneuert worden, erzählt Mölders – zum Glück vor und nicht nach der Sanierung des Hör- beziehungsweise Kammermusiksaals.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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