Oldenburg Schule ohne Schüler und Lehrer, wie geht das – zum Beispiel an der BBS Wechloy. Schulleiter Oliver Pundt sagt: „Wir haben Anweisungen über die Art der Heimarbeit an die Lehrkräfte verschickt. Kontakt ist mit vielen Schülerinnen und Schülern der Abschluss- und Prüfungsklassen hergestellt. Unterricht ist abgesagt, Lernen nicht verboten. Insgesamt versuchen wir gelassen mit der ernsten Situation umzugehen.“

Hintergrund ist der Beschluss der Landesregierung, dass die Schulen bis einschließlich 18. April zu schließen sind (für aktuelle Abiturienten bis 15. April). Die Verfügung: Der Unterricht fällt ersatzlos aus, Schüler müssen nicht mit Arbeitsmaterialien versorgt werden. Allerdings können Lehrkräfte dies tun, eine Bewertung findet aber nicht statt.

Beispiel BBS Wechloy

Lehrerin Imma Brandes von der BBS Wechloy sagte: „Wir werden keine Dienstbesprechungen in der Schule haben. Also, der persönliche Kontakt wird völlig gemieden. Aufgaben im Homeoffice sind für uns Lehrer jetzt zum Beispiel die Erstellung von Prüfungsaufgaben für die Fachoberschule, Arbeiten am Medienkonzept in den Fachbereichen und Bildungsgängen, selbstständiges Einarbeiten in Moodle und Nextcloud, die Erstellung von Lernsituationen und einiges mehr.“  Was bedeutet das für die Berufsschulklassen?

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Während der Schulschließung arbeiten die Auszubildenden der Berufsschule an den regulären Berufsschultagen in ihren Ausbildungsbetrieben gemäß der dort geltenden Vereinbarungen.  Was bedeutet das für die 11. Klassen der Fachoberschule?

Die Schüler werden online mit Arbeitsunterlagen versorgt. Das Praktikum wird ebenfalls bis zum 18. April ausgesetzt. Die entfallenen Praktikumsstunden werden anteilig angerechnet, so dass keine Nachteile entstehen.  Was heißt das für die 12. Klassen der Fachoberschule?

Alle Schüler werden online mit Arbeitsunterlagen versorgt. Ob sich die Termine für die Prüfungen verschieben, wird geprüft und rechtzeitig bekanntgegeben.

Oliver Pundt sagt über die bisherigen Erfahrungen: „Ich bin beeindruckt, wie das Zusammenspiel zwischen Lehrkräften und Schülern funktioniert, wie die Lehrer das vorbereiten, und wie konstruktiv die Schüler sich einbringen. Das ist auch an den anderen Schulen so. Letztlich bekommt die Digitalisierung von Schule hiermit noch mal einen Schub.“ Was den Umgang mit den digital abgelieferten Leistungen angeht, die ja nicht bewertet werden dürfen, sagte Pundt: „Ich gehe davon aus, dass sich annähernd alle daran halten. Ich habe ohnehin gesagt: „Bitte in besonderer Weise im Sinne des Schülers handeln, es ist jetzt nicht die Zeit zum Erbsen zählen.“

Beispiel Helene-Lange

An der IGS Helene-Lange-Schule werden alle Schüler und Schülerinnen über die mit den Lerngruppen vereinbarten Wege mit Aufgaben versorgt, die zu Hause zu bearbeiten sind. Die Schüler können weitere Aufgaben für die Hausstudienzeit erhalten – mit einem Erklärvideo auf der Schul-Homepage, wie das funktioniert.

Die Jahrgänge 11, 12 und 13 arbeiten übers Internet in ihren bereits eingerichteten Kursen weiter. Für die Jahrgänge 5 bis 10 wurden virtuelle Kursräume für jeden Jahrgang eingerichtet. Alle Schüler können zudem mit ihren Lehrern über Mail in Kontakt treten.

Beispiel AGO

Auch am Alten Gymnasium stellen Lehrkräfte Aufgaben über die Plattform IServ für alle Jahrgänge. Der Austausch von Aufgaben und Lösungen ist dort relativ leicht, und man kann sehen, welche Schüler welche Aufgaben erledigt haben und was noch aussteht.

AGO-Lehrerin Nina Lehmann sagt: „Einige nutzen auch gerne weiter Mails dafür. Und die Resonanz ist gut: Die Eltern freuen sich über die Angebote und Aufgaben, die teilweise freiwillig und teilweise verpflichtend sind, und die Schüler freuen sich darüber, dass es neben dem gewohnten Lernstoff einen größeren Anteil an Kreativ- und Knobelaufgaben gibt.

„Teilweise verpflichtend“ bedeutet – angesichts des Umstandes, dass keine Bewertung der Leistung erfolgen und eingerechnet werden darf, „dass wir den Eltern empfehlen, ihre Kinder zum Wiederholen und Vertiefen anzuhalten – aber die meisten Schüler sind ohnehin sehr kooperativ,“ sagt Schulleiter Frank Marschhausen. Für ihn zeigt die Lage auch, „wie nötig eine solide EDV-Ausstattung nicht nur in den Klassen, sondern auch im Bereich der Zuverlässigkeit der Server, der Datenanbindung, der IT-Betreuung und Lizenzen“ sowie eine kollaborative Software für digitale Zusammenarbeit sei. All das müsse dringend realisiert werden.

Die Lehrer am AGO nutzen die Zeit für Korrekturen, die Aufarbeitung von Aufgaben in den Fachbereichen oder zur Vorbereitung des Schuljubiläums.

Klausuren und Arbeiten werden verschoben. Für die Abiturienten endet das vierte Schulhalbjahr der Quali-Phase am 15. April. Arbeiten, die noch vor den Osterferien hätten geschrieben werden sollen, können nicht geschrieben werden. Hier werden die bisherigen Leistungen für eine Endnote genutzt. Leiter Frank Marschhausen sagt: „Oberste Priorität hat für das AGO, dass unseren Schülerinnen und Schülern kein Nachteil entsteht und flexible Lösungen gefunden werden.“

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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