Diesel-Vergleich – VW und Verbraucherschützer  einigen sich doch
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Diesel-Vergleich – VW und Verbraucherschützer einigen sich doch

Oldenburg Fast 50 Arbeitgeber hat der Helene-Lange-Schul-Lehrer Kai Hollwege im zweiten Obergeschoss der Schule versammelt: vom Airbus-Zulieferer Aerotec, der allein in Varel 90 Azubis und Duale Studenten beschäftigt und dem Friseur-Unternehmen Arto Team mit seinen 25 Salons, über Baumschulen, Bosch, Benefit und Bäderbetriebsgesellschaft, Brillux, Männermode Bruns, Mercedes Bremen und den Banken, über Lufa, Lidl und Leffers bis zu Vierol und Zahntechnik Wassermann. Zum ersten Mal ist auch das „EV“ dabei. Alle können gute Leute gebrauchen – und die Schüler und Schülerinnen brauchen etwas, das gut zu ihnen passt.

Ein Studium ist bei weitem nicht für jeden das Richtige, selbst nach einem Abitur nicht. Aber auch diese Erkenntnis braucht Zeit – und attraktive Alternativen. Die gibt es hier, beim Azubi-Tag der HLS, an der auch Schüler der IGS Kreyenbrück und der IGS Flötenteich teilnehmen, und zwar in Hülle und Fülle. Die 8. bis 10. Klassen sind dabei, auch der 11. Jahrgang ist dafür freigestellt.

Kai Hollwege schaut auf die zahlreichen Stände, praktisch alle sind auch mit aktuellen Azubis besetzt. Er sagt: „Was ich gut finde, ist, dass es ein geschützter Raum ist, die Schüler fühlen sich wohl hier und trauen sich zu fragen.“

Hier treffen die Schüler auf Azubis, die zum Teil selbst noch vor einem Jahr an der HLS waren. Hollwege sagt: „Es gibt hier auch interessante Arbeitgeber, auf die die Kinder sonst gar nicht gekommen wären, wie zum Beispiel die Software-Spezialisten von SWMS oder das Olantis. Wer kommt darauf, dass die ausbilden? Da geht man hin zum Schwimmen.“ Und auch fürs frühe Kümmern um Praktika sei der Azubi-Tag geeignet.

Im Arbeitslehre-Unterricht, im Klassenrat und mit den Klassenlehrer haben die Schüler den Besuch auf dem Azubi-Tag vorbereitet. Der 11. Jahrgang hat an der HLS inzwischen ein eigenes Fach Berufsorientierung. Hinzu kommen die Zukunftstage in den Klassen 5 bis 7, die Praktika in den Klassen 8 und 9 und der neue Praxistag in Klasse 10, an dem Schüler an einem Tag in der Woche wahlweise auch ein Jahr lang in ein Unternehmen gehen können.

Den Stand der Molkerei Ammerland, die 40 bis 50 Auszubildende hat, bewältigen vier Azubis im Alleingang: Thore Röthel, Eyk Kuhlmann, Lucas Rüdebusch und Marie Schweer. Sie sind angehende Elektroniker für Automation, Lebensmitteltechniker in der Produktion und Industriekaufleute. Thore Röthel, der nach der Realschule Kfz-Mechatroniker gelernt hat, wird Elektroniker für Automatisierungstechnik. Er sagt: „Ich habe Lust auf das technische Know-how, ich stehe voll hinter dem Unternehmen, weil ich es toll finde, dass alles, was mir machen, aus der Region kommt. Außerdem haben wir ein sehr familiäres Klima da.“

Für Renate Marten-Meier, die als Berufsberaterin der Arbeitsagentur jeden Donnerstag in der Schule und sonst in der Agentur individuell Schüler (und deren Eltern) berät, was der beste Weg sein könnte, sagt: „Ich finde so einen Azubi-Tag sehr positiv, weil es hier keine Distanz gibt. Das sind Azubis, die zu den Schülern kommen und auf Augenhöhe mit ihnen sprechen. Und es ist toll zu sehen, mit was für einer Freude die jungen Leute hier ihre Ausbildung vorstellen. Das hat eine Wirkung.“

Außerdem erhöhten Veranstaltungen wie diese auch die Aufmerksamkeit der breiten Lehrerschaft für dieses wichtige Thema. Denn es sei nötig und sinnvoll, die Akzeptanz für Ausbildung zu erhöhen. Zumal heute auch viel mehr Ausbildungen ohne Abitur möglich seien als früher. Die Unternehmen seien interessiert daran, sich die Fachkräfte von morgen schon früh zu sichern und sie dann selbst weiter zu entwickeln. „Wer da pfiffig ist, hat heute die besten Möglichkeiten.“
 Kontakt zur Berufsberaterin Renate Marten-Meier unter Telefon  0800/4 5555 00, Mail Renate.Marten-Meier@arbeitsagentur.de.

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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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