Betrifft: „Ein unsichtbarer Helfer im Hintergrund“ (NWZ vom 30. Mai)

Für die Grundschule Kreyenbrück hat der Ratsbeschluss zur Schulbegleitung mit der vorgesehenen Kürzung der pauschalierten – präventiven – Schulbegleitung dramatische Auswirkungen. Ca. 85 % unserer Schülerschaft kommt aus Familien mit einem Migrationshintergrund, in den Familien werden 34 verschiedene Sprachen gesprochen und ein hoher Prozentsatz der Kinder und ihre Familien leben in Armut oder sind von Armut bedroht. Ja, es stimmt, es sind nur wenige Kinder als sogenannte „Statuskinder“ an unserer Schule gemeldet. Die Beantragung einer individuellen Schulbegleitung stellt für viele Eltern eine nahezu unüberwindbare Hürde dar. Sprachprobleme, seitenlange Fragebögen, auch kulturell bedingte Scheu eine Psychiater*in mit dem Kind für die Beibringung eines geforderten Gutachtens aufzusuchen (bei sozial/emotionalem Unterstützungsbedarf) und nicht zuletzt die Angst vor einer Stigmatisierung sind hier nur die Hauptgründe, die zu einer niedrigen Anzahl von „Statuskindern“ führen. Das darf nicht zu einer Benachteiligung unserer Kinder führen. Prävention, nämlich pauschalierte Schulbegleitung grundsätzlich in allen Klassen mit Bedarf, wäre finanziell günstiger und pädagogisch sinnvoller als teure Einzelmaßnahmen von unbestimmter Dauer und fraglicher Kontinuität.

Zeitgleich wird die Ganztagsbetreuung für den Nachmittag und die Ferien personell und zeitlich gekürzt, ebenfalls aus finanziellen Gründen. Da kann ich als in der Grundschule Kreyenbrück beschäftigte Schulsozialarbeiterin unseren Kindern nur einen Rettungsschirm wünschen und frage: „Wie glaubwürdig ist das Bekenntnis der Stadt Oldenburg zur Inklusion?“

Ursula Philipp, Schulsozialarbeiterin der Grundschule Kreyenbrück per E-Mail

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